Straßenbau in der Brechtener Heide: Anwohner fühlen sich verschaukelt

rnAusbau gefordert

Seit vielen Jahren warten die Anwohner auf den Beginn des Straßenausbaus im Baugebiet Brechtener Heide. Die Stadtverwaltung liefert nun eine Begründung für den verzögerten Start.

Brechten

, 04.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wann beginnt endlich der Straßenausbau für das Baugebiet Brechtener Heide? Diese Frage stellen sich auch im Frühjahr 2020 einmal mehr die Anwohner. Zuletzt haben wir über dieses Thema im September 2019 berichtet. Damals hatte Gerhard Kappert, Bereichsleiter Tiefbau, erklärt, der Ausbau werde 2020 beginnen, „wenn das Wetter besser wird“. Das Wetter ist seit Wochen gut, von dem Beginn der Bauarbeiten dagegen ist rein gar nichts zu sehen.

„Ständig werden wir verschaukelt“

Die Brechtenerin Monika Leinweber sagt dazu nun: „Ständig werden die Anwohner des Baugebietes der Brechtener Heide verschaukelt und belogen. Wir sind jetzt einfach sauer. Sind wir die Stiefkinder der Stadt?“

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Bereits vor zehn Jahren haben die ersten Anwohner im ersten und zweiten Bauabschnitt des Baugebietes Brechtener Heide ihre Grundstücke gekauft. In diesem Zusammenhang mussten alle Bauherren die gesamten Erschließungskosten für die erste und zweite Ausbaustufe an die Stadt Dortmund zahlen.

„Wurden diese Gelder zweckentfremdet?“

Leinweber: „Heute fragen wir uns: Wurden diese Gelder zweckentfremdet?“ Nach mehreren Anfragen und Rücksprache mit dem Tiefbauamt sei den Anwohnern in den letzten Jahren immer wieder in Aussicht gestellt worden, dass nach der vollständigen Bebauung des ersten und zweiten Bauabschnitts mit der zweiten Ausbaustufe der Straßen und Wege begonnen werden sollte.

Auch mehrere Ortstermine, an denen neben den Anwohnern auch Vertreter der örtlichen Politik sowie der Verwaltung teilnahmen, hat es in der jüngeren Vergangenheit gegeben.

Trotzdem, so Monika Leinweber: „Die Untätigkeit der Verwaltung finden wir als Anwohner der Brechtener Heide mehr als enttäuschend.“

Stadt: „Blindgänger stellen besonderes Risiko dar“

Stadtsprecher Maximilian Löchter nimmt dazu nun so Stellung: „Blindgänger aus der Kriegszeit stellen auch heute noch ein besonderes Risiko im Bereich von Tiefbaumaßnahmen dar. Aktuell läuft bei der Stadt Dortmund die Auswertung von neu vorliegenden Luftbildaufnahmen aus der Kriegszeit. Auch das Baugebiet Brechtener Heide ist mit der Nelly-Sachs-Straße hiervon betroffen.“

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Für dieses Baugebiet sei der Tiefbauverwaltung nach wie vor sehr daran gelegen, den endgültigen Straßenausbau im bereits bebauten Abschnitt kurzfristig durchzuführen. Es werde jetzt geprüft, wie die nahezu fertigen Ausschreibungsunterlagen aufgegliedert werden können, sodass das Vergabeverfahren für den Ausbau der befahrbaren Wohnwege (Mischverkehrsflächen in Pflasterbauweise) im Baugebiet im dritten Quartal 2020 beginnen könne.

Der Ausbau der Nelly-Sachs-Straße erfolge nach Klärung des Umgangs mit den zwei dortigen Blindgänger-Verdachtspunkten, wenn sie sich denn bestätigen.

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