Straßenschild erinnert an Widerstandskämpfer und Ortsbürgermeister Anton Kalt

rnLegendenschild in Schüren

Ein Legendenschild erinnert in Schüren an das Leben und Wirken von Anton Kalt. Der Bergmann und Widerstandskämpfer hatte eine bedeutende Rolle für Aplerbeck am Kriegsende.

Schüren

, 24.10.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schmucke Eigenheime säumen den Anton-Kalt-Weg. Ein Legendenschild erinnert seit Mittwoch (23.10.) an das Leben und Wirken des Bergmanns und Widerstandskämpfers. Im Beisein von Mitgliedern der Bezirksvertretung enthüllte Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel die Tafel.

Anton Kalt wurde 1903 geboren. Der Sohn eines überzeugten Kommunisten wurde Bergmann und arbeitete bis zu ihrer Schließung 1925 auf der Zeche Freie Vogel & Unverhofft in Schüren. Anschließend arbeitete Kalt auf der Aplerbecker Hütte.

Anfang März 1933 wurde er verhaftet, von der Gestapo in der Steinwache misshandelt und danach ins KZ Esterwegen verschleppt. Als Gründer der KPD und Freidenker stuften ihn die Nationalsozialisten als wehrunwürdig ein. Kalt arbeitete darum ab 1940 wieder als Bergmann auf Kaiserau.

Erster Ortsbürgermeister nach dem Krieg

Am 12. April 1945 hisste er auf dem Turm der evangelischen Kirche in Aplerbeck die weiße Fahne und eilte nach Sölde. Dort erklärte Kalt dem amerikanischen Kommandanten, dass sich Aplerbeck ohne Widerstand ergebe. „Anton Kalt war für die Geschichte Aplerbecks eine gewichtige Persönlichkeit“, sagte Jürgen Schädel. „Er hat verhindert, dass Aplerbeck in Schutt und Asche gelegt wurde.“

Nach Kriegsende ernannten die Amerikaner Anton Kalt zum Ortsbürgermeister von Aplerbeck. 1948 übernahm er die Leitung des Stadtreinigungsbetriebes.

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