Bundespolizei

Streit eskaliert nach antisemitischer Beleidigung am Hauptbahnhof Dortmund

Am Dortmunder Hauptbahnhof ist es zu einer Auseinandersetzung gekommen. Ein Mann soll einen Lüner judenfeindlich beleidigt und mit einer zerbrochenen Glasflasche angegriffen haben.
Am Dortmunder Hauptbahnhof wurde am Abend des 2. Oktober ein Lüner antisemitisch beleidigt und mit einer zerbrochenen Falsche angegriffen.
Am Dortmunder Hauptbahnhof wurde am Abend des 2. Oktober ein Lüner antisemitisch beleidigt und mit einer zerbrochenen Falsche angegriffen. © Oliver Volmerich (Archiv)

Laut Mitteilung der Bundespolizei soll es Freitagabend (2. Oktober) am Dortmunder Hauptbahnhof zu einer gefährlichen Körperverletzung und antisemitischen Beleidigungen gekommen sein.

Eine Streife der Bundespolizei wurde gegen 23.30 Uhr auf eine Auseinandersetzung zweier Männer am Dortmunder Hauptbahnhof, in der Nähe des Taxistandes, aufmerksam gemacht.

Dort soll ein 56-jähriger russischer Staatsangehöriger aus Möhnesee, einen 49-jährigen Mann aus Lünen erst antisemitisch beleidigt und anschließend angegriffen haben.

Judenfeindliche Beleidigungen und Angriff mit zerbrochener Flasche

Nach Angaben der Polizei soll der Angreifer den Lüner erst gefragt haben, ob er Jude sei. Als dieser den 56-Jährigen aufforderte einfach weiterzugehen, soll er den Lüner mit „Fuck You“ und „Scheiß Jude“ beleidigt haben.

Daraufhin zerschlug der Deutsch-Russe eine Glasflasche und griff den 49-Jährigen damit an. Der 49-jährige Lüner wehrte sich allerdings und schlug den Angreifer zu Boden. Schließlich mussten umstehende Zeugen die beiden Männer von einander trennen.

Bundespolizisten nahmen den 56-Jährigen Russen fest und brachten ihn zur Wache, dort wurde ein Strafverfahren wegen Beleidigung, gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung eingeleitet.

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