Streit um Südbad-Sanierung - Stadt fordert Geld zurück

Prozess am Landgericht

Auch neun Jahre nach der Sanierung des Südbades ist der Streit zwischen der Stadt und einem Bauunternehmen nicht abgeschlossen. Fest steht, dass der Firma noch rund 164.000 Euro zustehen, die die Stadt auch bereits unter Vorbehalt gezahlt hat. Vor dem Landgericht wird nun aber über mögliche Gegenforderungen der Stadt verhandelt.

DORTMUND

31.03.2015, 15:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Südbad in Dortmund.

Das Südbad in Dortmund.

Große Hoffnungen konnten die Richter der 1. Zivilkammer der Stadt am Dienstag allerdings nicht machen. Die insgesamt 78 Einzelpositionen umfassende Mängelliste sei viel zu pauschal und unkonkret. „Mit diesen Angaben können wir keinen Bausachverständigen beauftragen“, rügte der Vorsitzende Richter. Angebliche Mängelpunkte, die von der Stadt mit den bloßen Worten „Diverse Fliesen tauschen“ oder „Ecken unsauber ausgebildet“ beschrieben werden, könnten in dieser Form niemals die Grundlage für eine nachvollziehbare Gegenforderung bilden. Lediglich in ganz wenigen Punkten könnten die Angaben in der städtischen Mängelliste ausreichen.

Kompromiss abgelehnt

Weil beide Seiten trotzdem zu keinem Kompromiss bereit waren, werden die Richter die Frage nun entscheiden müssen. Ihren Vorschlag, dass die Firma von den bereits erhaltenen 164.000 Euro 50.000 Euro wieder zurückzahlt, lehnten sowohl das Unternehmen als auch die Stadt Dortmund ab. Die Stadt wollte mindestens 80.000 Euro bekommen, die Firma maximal 25.000 Euro zahlen.

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