Streit wegen Zigarettenrauch – Schwangere landet im Krankenhaus

Dortmunder Hauptbahnhof

Ein Streit am Dortmunder Hauptbahnhof ist eskaliert: Der Zigarettenrauch einer 25-Jährigen löste ein Handgemenge zwischen zwei Gruppen aus. Zeugen sprechen von „tumultartigen Zuständen“.

Dortmund

, 10.12.2019, 17:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Streit wegen Zigarettenrauch – Schwangere landet im Krankenhaus

Am Dortmunder Hauptbahnhof eskalierte am Samstag ein Streit zwischen zwei Gruppen. © Peter Bandermann (A)

Im Dortmunder Hauptbahnhof soll es nach Informationen der Bundespolizei am Samstag zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen sein. Auslöserin des Tumults soll eine 25-jährige Frau gewesen sein, die in der noch geöffneten Tür eines Zuges rauchte.

Gegen 21.30 Uhr wurden Einsatzkräfte der Bundespolizei zu einem Bahnsteig gerufen, berichten sie. Dort soll es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen gekommen sein. Zeugen sprachen später von "tumultartigen" Zuständen, die auf dem Bahnsteig geherrscht hätten, heißt es in einer Pressemitteilung der Bundespolizei.

Beamte ermittelten, dass eine 25-jährige Frau in der geöffneten Tür der am Bahnsteig wartenden Regionalbahn 51 geraucht haben soll. Zu diesem Zeitpunkt befand sich eine schwangere 29-jährige Frau aus Billerbeck in dem Zug. Ein Begleiter der schwangeren Frau soll die Raucherin aufgefordert haben, Rücksicht auf die 29-Jährige zu nehmen und die Zigarette auszumachen.

Begleiter mischten sich ein

Anschließend soll sich eine größere Anzahl von Personen, die die 25-Jährige begleiteten, in die verbale Auseinandersetzung eingemischt haben. Daraufhin hätten sich wiederum mehrere Begleiter der schwangeren Frau ebenfalls an der Diskussion beteiligt. Der Streit verlagerte sich auf den Bahnsteig.

Nachdem die 25-jährige Raucherin einen Plastikbecher auf die Begleiter der Schwangeren geworfen haben soll, eskalierte die Situation derart, dass die Schwangere aus Billerbeck zu Boden gestoßen worden sein soll.

Zudem soll in dem Handgemenge auch ein bislang vollkommen unbeteiligter 38-jähriger Mann aus Ascheberg zwischen die Streitenden geraten sein. Er fiel zwischen Zug und Bahnsteigkante und verletzte sich. Außerdem sei der Mann von einem noch Unbekannten körperlich angegangen worden.

Die Schwangere wurde ins Krankenhaus gebracht

Die schwangere 29-Jährige und der unbeteiligte 38-Jährige wurden sicherheitshalber in eine Klinik eingeliefert. Wie genau sich der Sachverhalt tatsächlich darstellte, muss die Bundespolizei noch weiter ermitteln. Es wurde die Sicherung der Videoaufzeichnungen aus der Regionalbahn 51 angeordnet.

Die Bundespolizei eröffnete Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung. Gegen die 25-jährige Raucherin wurde zudem ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Als Beamte sie zur Bundespolizeiwache mitnahmen, wehrte sich die 25-Jährige so energisch, dass die Polizisten Zwang anwenden mussten. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihr einen Wert von 1,1 Promille.

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