Streit zwischen Stadtspitze und Stadtwerke-Chef

EDG-Finanzen

DORTMUND Die Frage, wie viel Geld die städtischen Töchter lockermachen, um die Löcher im Etat der Stadt zu stopfen, wird zum offenen Streitthema zwischen Stadtspitze und Stadtwerke-Chef Guntram Pehlke.

von Von Oliver Volmerich

, 12.06.2010, 18:12 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Problem: Um die finanziellen Wünsche der Stadt zu befriedigen, muss die Stadt in ihren Sparstrumpf, die Gewinnrücklage, greifen. Das Entsorgungsunternehmen hatte im vergangenen Jahr zwar 10,2 Mio. Euro Gewinn erwirtschaftet, davon aber schon 4,7 Mio. Euro als Sonderausschüttung an das Not leidende Klinikum überwiesen. Um die eingeplanten 8,2 Mio. Euro an die Gesellschafter abzuführen, müsste die Gewinnrücklage in Höhe von 2,7 Mio. Euro angezapft werden. Die Entscheidung darüber wurde auf Wunsch der Stadtwerke aber nicht getroffen. 

Ein „Stellvertreter-Krieg“ für den Machtkampf zwischen Stadtwerke-Chef Pehlke und der Stadtspitze, wie Insider meinen. Schließlich will Kämmerer Jörg Stüdemann den ertragreichen Stadttöchtern zusätzlich 15 Mio. Euro abpressen, um den städtischen Haushalt einigermaßen ins Lot bringen zu können. Neben zusätzlichen Ausschüttungen sollen sie dazu auch Aufgaben von der Stadt übernehmen – etwa die EDG im Bereich Grünpflege an Straßen. Auf der anderen Seite klagt Pehlke nicht nur mit Blick auf Aufgaben wie Flughafen oder Phoenix-See schon seit Jahren, dass für die Töchter die Grenze der Belastbarkeit erreicht sei.

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