Streuobstwiese in schlechtem Zustand? Stadt weist Grünen-Kritik zurück

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Am Commendeweg in Brackel gibt‘s - etwas versteckt hinter Häusern und Gebüschen - eine Streuobstwiese, die laut Hinweis der Grünen schlecht gepflegt sein soll. Stimmt nicht, so die Stadt.

Brackel

, 28.10.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schlecht gepflegt sei die Streuobstwiese am Commendeweg in Brackel, hatten die Grünen in der Bezirksvertretung Brackel im Juni bemängelt. Und weil die Wiese ein Ausgleich für eine versiegelte Fläche anderswo sei, sei dieser Ausgleich nur vorgetäuscht.

Darauf reagiert nun die Stadt in Form eines Schreibens von Stadtrat Ludger Wilde. Der westliche Teil der Fläche sei im Jahre 2002 mit Obstbäumen bepflanzt worden, die gut angegangen seien.

Das sei 2013 vom betreffenden Sachbearbeiter bestätigt worden. Diese Streuobstwiese (7000 qm) werde regelmäßig - unter anderem, indem Schafe dort weiden - gepflegt und befinde sich in einem sehr guten Zustand.

Teilgebiet ist sehr feucht

Anders sieht das mit einer kleineren Fläche (3000 qm) aus, auf der sich auf natürlichem Wege Erlen gebildet haben, die weniger gut gedeihen. Allerdings ergebe es auch keinen Sinn, sie zu roden, da das Gebiet sehr feucht sei. Auch Obstbäume würden dort nicht gut wachsen.

"Diese Streuobstwiese wird von der Stadt Dortmund bewirtschaftet", heißt es auf diesem Hinweisschild, das an einem der Bäume angebracht ist

„Diese Streuobstwiese wird von der Stadt Dortmund betreut“, heißt es auf diesem Hinweisschild, das an einem der Bäume angebracht ist. © Andreas Schröter

In der Vergangenheit habe es einige Probleme mit der Fläche gegeben - unter anderem, weil drei Anlieger einen Teil der Fläche unerlaubt genutzt hatten. Wilde kündigt an, dass nach Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen künftig solche Ausgleichs- und Ersatzflächenkataster auch im Internet bereitgestellt werden sollen.

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