Strom wird zum Jahreswechsel um 2,5 Prozent teurer

DEW21

DEW21-Kunden müssen zum 1. Januar 2016 mehr für den Strom bezahlen. Der Strompreis wird um rund 2,5 Prozent steigen. Betroffen sind rund 600.000 Menschen. Dabei war der Strom an der Börse im Sommer billig wie nie.

DORTMUND

, 04.11.2015 / Lesedauer: 2 min
Strom wird zum Jahreswechsel um 2,5 Prozent teurer

680 Euro Sitzungsgeld gab es 2014 für den Posten als Aufsichtsrat beim kommunalen Energieversorger DEW21.

Für den Dortmunder Durchschnittshaushalt mit zwei bis drei Personen und einem Verbrauch von 2700 Kilowattstunden sind das umgerechnet monatliche Mehrkosten von 1,80 Euro. Laut DEW21 zwingen die weiter steigenden Kosten der Energiewende und die damit verbundene Förderung der Erneuerbaren Energien den Dortmunder Versorger zu der Erhöhung. Dabei würden lediglich die gesetzlich und regulatorisch vorgegebenen Veränderungen eins zu eins an den Verbraucher durchgereicht, erklärte am Mittwoch DEW21-Sprecherin Dr. Martina Sprotte auf Anfrage.

Für den Grundversorgungstarif bedeutet das: Der Verbrauchsendpreis erhöht sich um 0,58 Cent von 28,44 Cent auf 29,02 Cent. Der Grundpreis steigt um 5,79 Euro auf 97,79 Euro im Jahr. Der Anteil der Steuern und Abgaben sowie der Kosten für den Netzbetrieb und Netzausbau am Strompreis steigt damit von bislang 55 Prozent auf nunmehr 63 Prozent.

Börsenpreise steigen wieder

Im Sommer waren die Preise an der Strombörse auf ein Rekordtief gefallen. Doch jetzt seien sie stabil, sogar eher wieder steigend, stellte Sprotte fest. Zudem beziehe DEW21 den Strom auch auf Basis langfristiger Lieferverträge. Nach eigenen Angaben beliefert das Unternehmen in und um Dortmund rund 600.000 Einwohner und viele Unternehmen mit Erdgas, Strom, Wärme und Wasser.

Die erhöhten Strompreise werden das erste Mal in der nächsten Jahresrechnung erscheinen. Bis dahin bleiben die monatlichen Abschläge unverändert. Dagegen kann DEW21 die Erdgaspreise stabil halten – trotz der Erhöhung der Netznutzungsentgelte in Dortmund. 

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt