Wie amerikanische Studenten gemeinsam mit über 350 Dortmunder Schülern tanzen

rnMallinckrodt-Gymnasium

Sie sind Studenten aus Kalifornien: Die „Young Americans“. Drei Tage lang haben sie mit Schülern des Mallinckrodt-Gymnasiums eine Choreografie eingeübt. Und die wird jetzt aufgeführt.

Mitte

, 09.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Sie heißen „My Heads“, „No Names“ und „Big Macs“: Über 350 Schüler des Mallinckrodt-Gymnasiums wissen ganz genau, zu welcher der drei Performance-Gruppen sie gehören.

Wie amerikanische Studenten gemeinsam mit über 350 Dortmunder Schülern tanzen

Konzentration und Teamfähigkeit lernt man spielend. © Martina Niehaus

Und das ist auch nötig, damit so viele Schüler gemeinsam eine einheitliche Choreografie bewältigen können. Eine Choreo, die sie mit Studenten einer kalifornischen Universität einüben. Den „Young Americans“ eben.

Schüler verstehen englische Anweisungen problemlos

„The Big Macs go to the left please“, tönt gerade in der Sporthalle eine Anweisung durch das Mikrofon. Die „Big Macs“, rund hundert Schüler, gehorchen brav und gehen nach links. Obwohl alles ins Deutsche übersetzt wird: Die meisten der Siebt- bis Neuntklässler verstehen die englischen Anweisungen ohne Probleme.

Wie amerikanische Studenten gemeinsam mit über 350 Dortmunder Schülern tanzen

„My Heads“, „No Names“ und „Big Macs“ meistern alles gemeinsam. © Martina Niehaus

Dann ertönt Musik, und alle drei Gruppen folgen den Bewegungen ihrer jungen Lehrer. Alle sind mit Begeisterung dabei, wedeln mit den Händen, springen, tanzen und singen abwechselnd. Alles ist genau aufeinander abgestimmt.

Die Skeptiker sind jetzt ganz vorne mit dabei“

Lehrer Fabian Weimar ist begeistert. „Das ist hier Stimmbildung, Singen, Tanzen und Theater in einem“, erklärt der 32-Jährige. Ihn freut es bseonders, dass gerade auch schüchterne Schüler einmal aus sich herauskommen. „Diejenigen, die anfangs skeptisch waren, sind jetzt ganz vorne mit dabei“, sagt Weimar. Auch die Zusammenarbeit im Team und Konzentration würden durch das gemeinsame Tanzen geschult.

Förderverein hat die Aktion unterstützt

Die „Young Americans“ sind nicht zum ersten Mal am Dortmunder Gymnasium, wie der stellvertretende Schulleiter Dr. Rolf Giese erklärt. „Das erste Mal war ein voller Erfolg, das war vor drei Jahren.“ Der Förderverein habe das Ganze mit initiiert und finanziell unterstützt. So kostet es pro Schüler 30 Euro - die andere Hälfte des Beitrags zahlt der Verein.

Wie amerikanische Studenten gemeinsam mit über 350 Dortmunder Schülern tanzen

Das Mallinckrodt-Gymnasium hat kurz vor den Sommerferien amerikanische Gäste. © Martina Niehaus

Giese findet es gut, dass die dreitägige Aktion genau in der Woche vor den Sommerferien stattfindet. „Das ist sehr motivierend für die Schüler. Ansonsten würden sie ja nur noch völlig abgeschlafft, leer und motivationslos herumsitzen“, fügt er dann hinzu und lacht.

Felicia (13): „Mädchen sind aktiver als die Jungs“

Die Schüler selbst sind auch völlig fasziniert von den „Young Americans“. „Es ist zwar total anstrengend, macht aber auch echt richtig Spaß“, sagt die 13-jährige Felicia. Für manche Jungs sei es anfangs allerdings schon eine Überwindung gewesen. „Die Mädchen sind da doch etwas aktiver“, grinst Felicia.

Das kann der 15-jährige Moritz nicht so stehenlassen. „Man lernt viele Sachen, und es macht uns allen richtig großen Spaß“, sagt er. „Es ist schon richtig cool.“

Wie amerikanische Studenten gemeinsam mit über 350 Dortmunder Schülern tanzen

Die Choreografie wird am Mittwoch aufgeführt. © Martina Niehaus

Wie gut sich die „My Heads“, „No Names“ und „Big Macs“ ihre „Moves“, ihre Bewegungen, gemerkt haben, werden Eltern, Geschwister und alle Interessierten am Mittwoch herausfinden: Dann finden die beiden Vorstellungen in der Sporthalle am Südrandweg statt.

Aufführung in der Sporthalle des Gymnasiums

„Pro Vorstellung gibt es 500 Plätze, aber die werden schnell belegt sein“, kündigt Fabian Weimar an. Karten kosten 10 Euro für Erwachsene und fünf Euro für Kinder bzw. Schüler. Die Vorstellungen finden um 16 und 19.30 Uhr statt; eine halbe Stunde vorher ist Einlass. Karten gibt es im Foyer der Turnhalle. Besonders für die Abendvorstellung werden viele Zuschauer erwartet.

Danach kommen die Sommerferien. Und die „Young Americans“ werden wieder weiterziehen. „Unsere Schule war die letzte Station ihrer Europatournee; danach geht es für sie nach Japan“, weiß Fabian Weimar. Und dann werden japanische Schüler eine Choreografie mit den amerikanischen Studenten einüben. Ob sie dann auch „My Heads“, „No Names“ und „Big Macs“ heißen?

Die „Young Americans“
  • Die „Young Americans“ sind Studenten der „California Pacific University of Performing Arts“ in der Nähe von Los Angeles.
  • Ihr Programm ist eine Revue mit einer Mischung aus Gesang und Tanz, Steptanz und Ballett, Gospelmusik, Jazz, Rock, Funk und Soul. Es deckt das ganze Spektrum vom Musial zu HipHop und Modern Dance ab.
  • Die jungen US-Akteure sind auf der ganzen Welt unterwegs. Sie konzertierten im Madison Square Garden, in der Hollywood Bowl in Los Angeles, im Cow Palace in San Francisco und in vielen anderen internationalen Konzertstätten.
  • Sie gaben bereits Sonderkonzerte für amerikanische Präsidenten, darunter Reagan, Bush, Clinton und Obama, und gestalteten Großveranstaltungen wie zum Beispiel die Eröffnung der Paralympics in Salt Lake City.
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