Studie: Thier-Galerie tut Dortmunds City gut

Weniger Leerstände

Sorgt die Thier-Galerie für ein Ladensterben in Dortmunds City? Diese Angst trieb die Gewerbetreibenden der Stadt seit der Eröffnung des Einkaufszentrums um. Eine Studie der Stadtverwaltung zeigt nun: Tatsächlich tut die Thier-Galerie dem Handel gut. Doch es gibt auch Verlierer.

DORTMUND

, 17.03.2015, 15:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Thier-Galerie tut dem Handel gut. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine neue Studie.

Die Thier-Galerie tut dem Handel gut. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine neue Studie.

Die Untersuchung, die von der Stadtspitze am Dienstagmittag vorgestellt wurde, kommt zu dem Schluss, dass die Thier-Galerie ein "bedeutender Frequenzbringer" für die City ist. Das heißt: Seitdem das Einkaufszentrum im September 2011 eröffnet hat, strömen mehr Menschen in die Innenstadt. Grundlage der Studie sind zwei Passantenzählungen an sieben unterschiedlichen Standorten sowie eine Bestandsaufnahme aller bestehenden und leerstehenden Geschäfte in den Jahren 2011 und 2014.

Die Zahl der verlassenen Ladenlokale ist von 84 im Jahr 2011 auf 74 im Jahr 2014 zurückgegangen. Zwar gebe es Quartiere mit hohen Leerstandsquoten, etwa im Bereich der Hansastraße mit dem Westfalenforum und im Rosenviertel zu verzeichnen. Aber, so die Studie: "Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Leerstandsentwicklung und der Ansiedlung der Thier-Galerie ist nicht ersichtlich."

Shopping-Schwerpunkt hat sich verschoben

Bei den vergleichenden Passantenzählungen an sieben unterschiedlichen Standorten in der Stadt kommt die Studie auf ein Plus von knapp 20.000 Menschen, die sich an den Zähltagen durchschnittlich in der City aufhielten. Waren es am 23. und 26. März 2011 noch 386.000 Menschen, kamen am 21. und 24. Mai 2014 405.000 Besucher.

Die Thier-Galerie hat jedoch dafür gesorgt, dass sich der Schwerpunkt der Einkaufswut in Richtung der westlichen City bewegt: Die meisten Menschen wurden 2014 am Westenhellweg in Höhe von Galeria Kaufhof gezählt, vor C&A am westlichen Ostenhellweg schrumpfte der Zuschauerstrom. Am östlichen Ostenhellweg und an der Klepping- und Brückstraße seien die Passantenzahlen hingegen annähernd stabil.

Umfeld der Thier-Galerie ist jetzt A-Lage

Entsprechend verschoben sich durch die Thier-Galerie auch die besten Einzelhandelslagen. Sein unmittelbares Umfeld am Westenhellweg katapultierte das Einkaufszentrum von der C- in die A-Lage, der westliche Ostenhellweg verlor diesen Status und gilt 2014 "nur" noch als B-Lage.

Die Stadt will die Entwicklung weiter im Auge behalten. 2017 ist eine weitere Untersuchung nach den gleichen Kriterien geplant.

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