Studierende zeigen, wie’s geht: Dieser Dortmunder Stadtteil soll grüner werden

rnGrüne Infrastruktur

Studierende der TU Dortmund haben sich mit der grünen Infrastruktur eines Dortmunder Stadtteils beschäftigt - und Verbesserungsvorschläge gemacht. Einige sind ganz leicht umsetzbar.

von Rüdiger Barz

Marten

, 26.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Deutlich lebenswerter und grüner soll Marten werden, so der Wunsch vieler Anwohner. Die Problemstellen sind bekannt - und zahlreich. Deshalb haben sich Studierende im Bereich Raumplanung der TU Dortmund den Stadtteil angeschaut und mögliche Lösungen erarbeitet. Ihre Ergebnisse haben sie bei der dritten und abschließenden Präsentationsveranstaltung aus der Reihe am Mittwochabend vorgestellt.

Aber was fehlt in Marten? „Wir brauchen eine deutliche Belebung im Quartier“, sagt Ingo Rößler vom Martener Forum. Denn: „Die Umweltbelastungen, beispielsweise durch den Verkehr, sind groß.“

Die Verbesserung der grüne Infrastruktur steigert die Lebensqualität

Seit Anfang dieses Jahres haben sich die Studierenden Martens vorhandene Möglichkeiten zur Verbesserung der grünen Infrastruktur angeschaut, sind zu Fuß oder mit dem Rad vor Ort gewesen. Gesammelte Ideen und Vorschläge von den Anwohnern wurden in die Projektarbeit integriert. Das Gesamtergebnis wird am Ende ein Buch füllen. Ab August steht das dem Martener Forum zur Verfügung.

Studierende zeigen, wie’s geht: Dieser Dortmunder Stadtteil soll grüner werden

Carolin Struckhold verdeutlichte an einem Maßnahmenplan die Möglichkeiten der Umgestaltung. © Rüdiger Barz

Die Ideen der TU Dortmund sind zum Teil einfach und simpel. So könnten künftig zum Beispiel Sitzgelegenheiten, Hochbeete oder auch „Naschhecken“ zum Verweilen einladen. Doch auch das Verständnis für eine ökologische Umwelt würde durch die Hochbeete gestärkt, wie Studentin Carolin Strukhold ausführt. Aber nicht alle Vorschläge sind so leicht realisierbar. Die Schaffung neuer Fußgängerquerungen, um Straßenbereiche deutlich besser anzubinden, bedarf einer längeren Planungsphase.

Das Naturerlebnis wird gesteigert

Doch es gibt gute Gründe, die Planung anzugehen: Ein höherer und besser vernetzter Grünanteil würde im Stadtteil zu mehr Wohlbefinden und zur Gesunderhaltung der Anwohner beitragen. Zudem kann das Naturerlebnis und das Umweltbewusstsein im urbanen Lebensraum gesteigert werden.

Vor allem aber geht es in dem Projekt um die Entwicklung von Zielen, Strategien und konkreten Maßnahmen mit denen vorhandene Umweltressourcen genutzt werden können, wie Projektleiter Dr.-Ing. Raphael Sieber sagt. „Die Auswirkungen des Klimawandels und die Widerstandsfähigkeit gegenüber zu erwartenden Einflüssen können verbessert werden. Die Arbeiten sollen Argumentationshilfen für die Bürger sein.“

Interesse groß, doch wenig Besucher

Gut besucht war der Abend allerdings nicht. Doch das lag nicht an mangelndem Interesse der Anwohner, sondern eher an den heißen Temperaturen. Margarete Konieczny war trotzdem dabei - und begeistert. „Die Ausführungen sind sehr gut, sie geben uns eine Menge Anregungen für unsere Arbeitsgruppen. Der Input von den Studierenden hilft uns sicher, fachlich ernst genommen zu werden“, erklärt sie.

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