Süßer Geier-Nachwuchs aus dem Dortmunder Zoo

Aufzucht

Doppelter Nachwuchs im Dortmunder Zoo: Tierpfleger haben die Aufzucht von zwei jungen Rabengeiern per Hand übernommen. Im Zoo fliegen die kleinen Vögel jetzt aber nicht herum.

Dortmund

30.04.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Sonnenbad haben die beiden jungen Rabengeier bei einem Ausflug auf eine Wiese genommen.

Ein Sonnenbad haben die beiden jungen Rabengeier bei einem Ausflug auf eine Wiese genommen. © Marcel Stawinoga

Das Rabengeierpaar im Dortmunder Zoo hat Nachwuchs bekommen. Doch die Küken seien nicht etwa von ihren Eltern aufgezogen worden, sondern von den Tierpfleger per Hand, heißt es in einer Mitteilung vom Zoo am Donnerstag

Der Grund: Die beiden Dortmunder Rabengeier hatten in der Vergangenheit mehrfach ihre Eier beschädigt, weshalb sich der Zoo dafür entschieden habe, die Eier in einer Brutmaschine auszubrüten.

Geschlüpft seien die beiden Küken dann am 31. März und am 2. April – und anschließend per Hand aufgezogen worden. Fünfmal täglich gab's Fleisch von Hühnern, Mäusen und Rindern mit der Pinzette verabreicht. Normalerweise würgen die Elternvögel die Nahrung vorverdaut in die Schnäbel der Jungvögel.

Mit verschiedenen Fleischsorten sind die jungen Rabengeier in den letzten Wochen per Hand gefüttert worden.

Mit verschiedenen Fleischsorten sind die jungen Rabengeier in den letzten Wochen per Hand gefüttert worden. © Marcel Stawinoga

Die in diesem Fall ausgebliebenen Verdauungsenzyme seien durch ein ähnliches Gemisch ersetzt worden, um Verdauungsprobleme bei den Küken zu vermeiden. Um das Rabengeierpaar durch den „Diebstahl“ der Eier nicht zu verärgern, ersetzte man diese durch Kunsteier, bis das Gelege aufgegeben wurde.

Umzug nach Detmold

In den letzten Wochen seien die beiden Küken ordentlich herangewachsen und nun in die Alderwarte Berlebeck in Detmold umgezogen – dort übernehme nun ein auf Greifvögel spezialisiertes Team die weitere Aufzucht der Jungvögel, die dort zunächst etwa zwei Jahre gemeinsam mit anderen Geiern aufwachsen.

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