„Super-Tatort“: Dortmunder Tatort-Kommissare Faber und Bönisch ermitteln in Köln

rnMega-Tatort

Die beiden Dortmunder Tatort-Kommissare Peter Faber und Martina Bönisch versuchen eine heftige Mordserie aufzuklären – in einem Team mit vielen weiteren TV-Ermittlern. Und ohne Drehbuch.

Dortmund

, 13.05.2019, 18:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anna Schudt alias Tatort-Kommissarin Martina Bönisch postete am vergangenen Freitag (10.5.) auf dem sozialen Netzwerk Instagram an TV-Kollege Jan-Josef Liefers: „wo wart ihr nur??wir hätten euch dringend gebraucht!!“ Gebraucht worden wären Prof. Boerne und Kommissar Thiel bei einem Super-Tatort. Ein Kracher, für den ein Ermittler-Team allein nicht reicht.

Gleich sechs Tatort- und Polizeiruf-Kommissare sowie weitere Fernseh-Kollegen, darunter die Dortmunder Peter Faber (Jörg Hartmann) und Martina Boenisch (Anna Schudt) kamen am 9. und 10. Mai zu einem Improvisations-Tatort in Siegburg zusammen. Nach Mitteilung des WDR war es ein Dreh ohne Drehbuch.

Absolute Geheimhaltung

Mit dem Fall verbunden sind höchste Sicherheitsvorkehrungen und absolute Geheimhaltung. Die bisherigen Soko-Teams haben es nicht geschafft, die Täter dingfest zu machen. Deshalb wird ein Hochleistungsteam aus den besten Tatort-Kommissaren in einem Tagungshotel bei Köln zusammengeholt. Als schlagkräftiges Team sollen die Ermittler eine beängstigende Mordserie beenden, der bereits vier Polizeibeamte zum Opfer gefallen sind. Angeleitet werden die Ermittler von einem international renommierten Coaching-Team von „Crisis Performance Consult“ (Charly Hübner und Bjarne Mädel), das solche Top-Teams für Krisensituationen zusammenstellt.

Nicht nur für die Kommissare, sondern auch für ihre Darsteller ist der Mega-Tatort eine ganz besondere Herausforderung. Ohne die Profile der anderen Darsteller und Details der Story zu kennen, mussten sie zwei Tage lang auf Basis ihrer Rollenprofile improvisieren. Unvorhergesehene Situationen beeinflussten die Krimigeschichte. So zeigte sich erst im Laufe der Dreharbeiten, wer gut und wer böse ist.

Ministerpräsident bei den Dreharbeiten

Mit insgesamt 36 Kameras wurden in nur sieben Stunden improvisierter Dreharbeiten 212 Stunden Filmmaterial aufgenommen. Regie führte Grimme-Preisträger Jan Georg Schütte, der Spezialist für Drehs ohne festes Drehbuch. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet stattete den Dreharbeiten einen kurzen Besuch ab.

Das Material muss nun gesichtet und auf 90 Minuten verdichtet werden. Laut WDR wird der Tatort „Gut und Böse“ voraussichtlich am 1. Januar im Ersten ausgestrahlt.

Neben Anna Schudt, Jörg Hartmann, Charly Hübner (Polizeiruf Rostock) und Bjarne Mädel (Tatort-Reiniger) waren Friederike Kemper (Tatort Münster), Friedrich Mücke (Tatort Erfurt) , Nicholas Ofczarek (Tatort Frankfurt), sowie erstmals Ben Becker, Jörg Ratjen und Elena Uhlig als Tatort-Kommissare beim Dreh dabei.

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