Sympathischer Auftritt der White Lies in Dortmund

Freizeitzentrum West

Düster, atmosphärisch, brilliant: Die White Lies gelten als moderne Post-Punk-Band und von daher als eher unterkühlt. Doch Sänger Harry McVeigh hatte im Freizeitzentrum West sogar ein Lächeln übrig.

DORTMUND

von Von Dennis Werner

, 30.11.2011, 11:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sympathischer Auftritt der White Lies in Dortmund

Der Funke springt nach einem Drittel des Konzerts über: Die White Lies spielen "The price of love" ihres ersten Albums To lose my life. Die Besucher recken die Hände in die Luft. Jubel. Zwar ist das FZW nicht ganz ausverkauft, doch das merkt zu diesem Zeitpunkt keiner mehr. Mittlerweile sind die Hits der Gruppe bei den Fans angekommen. Sie kennen die Band von einer ausgiebigen Festival-Tour, wo die White Lies Menschenmassen begeisterten. Vielleicht ist dies die letzte Gelegenheit, die Gruppe im intimen Ambiente zu sehen, bevor es in die großen Hallen geht.

Auch die Band scheint dies zu spüren. Sänger Harry McVeigh bedankt sich artig nach jedem Song für den warmen Applaus. Hier und da lächelt er, der seine Songs meist mit geschlossenen Augen singt und dabei fast starr vor dem Mikrofon steht. Der Sound ist klar und präzise. Nichts stört. Dabei klingen die White Lies rockiger als auf ihren Alben.

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Die White Lies im FZW

Zwei Alben haben die White Lies bereits herausgebracht. Jetzt beginnt der Aufstieg der britischen Band. Vorher schauten sie im Freizeitzentrum West vorbei.
30.11.2011
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Charismatisch bis in die Haarspitzen: Harry McVeigh.© Foto: Dennis Werner
Sphärisch, etwas düster: Die White Lies im FZW.© Foto: Dennis Werner
Ob man die White Lies nochmal in Club-Atmosphäre erleben wird? Die Band macht sich zu größerem auf.© Foto: Dennis Werner
Klare Stimme: Sänger Harry McVeigh.© Foto: Dennis Werner
Mit ihren Alben To lose my life.. und Ritual haben die White Lies große hits geschrieben. Sehr zur Freude der FZW-Besucher.© Foto: Dennis Werner
Ein treibendes Schlagzeug: Im FZW klangen die White Lies rockiger, als auf ihren Alben.© Foto: Dennis Werner
Konzentriert: Sänger Harry McVeigh.© Foto: Dennis Werner
Harry McVeigh singt mit viel Gefühl.© Foto: Dennis Werner
Viel Technik: Die Effekte, die die White Lies einsetzen, könnten große Hallen füllen.© Foto: Dennis Werner
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© Foto: Dennis Werner

Die Bühne ist - ganz Post Punk - spartanisch geahlten Kühlblaues Scheinwerferlicht taucht die Musiker in hellen Schein. Hinter dem Schlagzeug sind Neon-Leuchten aufgestellt, die wie Straßenlaternen Parkplatzatmosphäre versprühen.   Erst spät kommen weitere Effekte und noch mehr Nebel hinzu, was die Stimmung im Saal noch intimer werden lässt.

Der Band ist die Spielfreude anzumerken. Fast bedauernd schließen sie nach nur drei Zugaben und nach einenhalb Stunden Konzert. Länger dürfen sie offenbar nicht spielen. Dafür gibt es ihren wohl größte Hit "Bigger than us". Kurze Ekstase bei den Fans. Doch danach werden die Besucher schon zum Gehen aufgefordert.

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