Tamilische Community feiert in der Annenstraße

rnFest im Unionviertel

Erneut stellt der Verein für tamilische Künstler wieder ein Straßenfest auf die Beine. Die Besucher erwartet im September Musik, Essen und Tradition des tamilischen Volkes.

von Jonas Maximilian Wenz

Unionviertel

, 12.03.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn eine der größten tamilischen Communities in Deutschland feiert, wird es wieder bunt im Unionviertel.

Wie schon im vergangenen Jahr wird es auch in 2019 wieder ein Straßenfest der Tamilen in der Annenstraße und der Adlerstraße geben. Am 7. September (Samstag) soll es so weit sein. Und nicht nur die Veranstalter freuen sich auf die zweite Auflage des Festes.

Positive Reaktionen motivieren die Veranstalter

„Wir hatten Angst, ob das Fest überhaupt gut ankommt,“ erinnert sich Kalainithy Shabesan, Vorsitzende des Vereins für tamilische Künstler. Umso erfreuter war sie dann über die positiven Reaktionen der Besucher. „Viele haben mir per E-Mail geschrieben, dass ihnen das Fest sehr gut gefallen hat und sie sich schon auf das nächste Mal freuen,“ erzählt Shabesan. So eine Rückmeldung motiviere natürlich, sagt sie. Aber auch auf die Anregungen der Besucher wollen die Veranstalter eingehen. So werde in diesem Jahr eine andere Musikanlage eingesetzt, um die Lautstärke zu verteilen - hatte es doch im vergangenen Jahr Beschwerden von Anwohnern gegeben. Auch soll es in diesem Jahr mehr Sitzgelegenheiten für die Besucher des Straßenfests geben.

Interkultureller Austausch

Kalainithy Shabesan erhofft sich außerdem noch mehr Beteiligung von nicht-tamilischen Bürgern, setzt sich der Verein für tamilische Künstler doch auch für die Integration und den interkulturellen Austausch ein. Das Fest soll die tamilische Kultur vorstellen. Und auch in diesem Jahr soll es wieder ein buntes Programm mit Tanz, Musik und Speisen aus dem Süden Indiens und aus Sri Lanka geben. Aus dieser Region stammen die Tamilen.

Desweiteren will man das Straßenfest vergrößern. Der Standort solle beibehalten werden. Über 3000 Menschen seien es im vergangenen September gewesen, die sich mitten im Unionviertel in die tamilische Kultur haben entführen lassen.

Der Ort der Veranstaltung ist nicht zufällig gewählt. Im Unionviertel, rund um die Rheinische Straße, findet sich die tamilische Community zusammen wie sonst kaum irgendwo in Deutschland. Schätzungsweise 5000 Tamilen leben in Dortmund. Tamilen aus dem näheren und weiteren Umkreis finden hier regelmäßig zusammen. „Sogar aus Bremen kommen regelmäßig Tamilen nach Dortmund, um hier einzukaufen,“ so Shabesan.

Hoffnung auf Unterstützung

Um das Straßenfest auch in diesem Jahr erfolgreich durchführen zu können, hoffen der Verein und Kalainithy Shabesan wieder auf die Unterstützung durch die Stadt Dortmund. Ob und in welchem Maß die Stadt finanzielle Mittel zur Verfügung stellen wird, entscheidet die Bezirksvertretung Innenstadt-West in der Sitzung am Mittwoch (13. März).

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