Tankstellen-Überfall: Räuber kann Haftzeit für Therapie nutzen

Landgericht Dortmund

Nach einem Tankstellen-Überfall in Scharnhorst hat das Landgericht den Täter am Freitag zu fünf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Der 27-Jährige hatte die Tat gestanden. Er war nach seiner letzten Haftentlassung nur fünf Tage in Freiheit gewesen, ehe er wieder festgenommen wurde.

DORTMUND

07.07.2017 / Lesedauer: 2 min

Den Überfall hatte der Angeklagte mit seiner Drogensucht begründet. Auf Empfehlung der psychiatrischen Sachverständigen Marianne Miller ordneten die Richter deshalb an, dass der Mann den Großteil der Strafe in einer geschlossenen Therapieeinrichtung verbüßen kann. Möglicherweise kann er dort bereits in drei Jahren als geheilt entlassen werden.

„Ich möchte diese Therapie gerne machen“, hatte der Angeklagte in seinem letzten Wort gesagt. „Seit ich 19 bin habe ich fast nur im Knast gesessen.“ So könne es ja nicht weitergehen.

Harte Drogen genommen

Nach seiner letzten Entlassung Ende Januar war der Bielefelder zu einem Bekannten nach Dortmund gefahren und dort sofort wieder in Kontakt mit harten Drogen gekommen. Um sich das dafür nötige Geld zu beschaffen, war er am Tatmorgen ziellos mit der Bahn umher gefahren und hatte schließlich die Tankstelle an der Flughafenstraße als Überfallziel ausgeguckt.

Die beiden Angestellten wurden mit einem Messer bedroht und gezwungen, 560 Euro Bargeld sowie elf Schachteln Zigaretten zu übergeben. Nach ihrem Hinweis bei der Polizei konnte der 27-Jährige noch in unmittelbarer Nähe zum Tatort festgenommen werden. 

 

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