Tanztheater kritisiert Konsumgesellschaft

Im Depot

Akteure mit und ohne Handicap stehen gemeinsam auf der Bühne und inszenieren ein Stück, dass sich mit dem Terror der Konsumgesellschaft beschäftogt. Die DIN A 13 Tanzcompany hat im Depot unter dem Titel „Contrasentido – Umbruch 2" für Spannung gesorgt.

DORTMUND

von Von Kai Uwe Brinkmann

, 07.04.2013, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Akteure der Tanzcompany zeigten eine spannende Aufführung.

Die Akteure der Tanzcompany zeigten eine spannende Aufführung.

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Starke Körpersprache im Tanztheater

Akteure mit und ohne Handicap standen gemeinsam auf der Bühne. Beim Tanztheater im Depot bewegten sich auch ein Einbeiniger und eine Frau im Rollstuhl mit Grazie. Das Stück „Contrasentido – Umbruch 2“ erzählt vom Terror der Konsumgesellschaft.
07.04.2013
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Zu Beginn des Tanztheaters räkelt sich eine Frau auf einem »Teppich aus Plakaten«© Foto Schaper
Auch ein einbeiniger Akteur machte mit - und bewegte sich ebenso graziös wie die Darsteller ohne Handicap.© Foto Schaper
Fließende Bewegungen, klare Körpersprache: So präsentierten sich die Akteure.© Foto Schaper
Als »mix-abled dance« beschreibt die DIN A 13 Tanzcompany ihre Choreografien.© Foto Schaper
Werbekrempel wird im Tanztheater zu Müll. Dazu bewegen sich die Akteure mit Anmut und Eleganz.© Foto Schaper
Tanz, Musik und Video-Sequenzen sind Teil der Vorführung und arbeiten Hand in Hand.© Foto Schaper
Das emanzipatorische Miteinander verschiedener Körperlichkeiten ist reizvolle Nebensache. © Foto Schaper
Die 60 Minuten waren sehr spannend.© Foto Schaper
Auch mit nur einem Bein kann dieser Akteur über die Bühne wirbeln. © Foto Schaper
Und auch ein Rollstuhl ist kein Hindernis, um auf der Bühne zu sein. © Foto Schaper
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Zu Beginn räkelt sich eine Frau auf einem „Teppich“ aus Plakaten. Die Musik macht in Wohllaut, eine Tänzerin übersetzt den Klang in Bewegung, die Harmonie und inneren Frieden verrät. Rabiate Störenfriede wollen sie aus dem Takt bringen. Packen sie am Haar, deuten ein Würgen an. Konfusion macht sich breit.

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Starke Körpersprache im Tanztheater

Akteure mit und ohne Handicap standen gemeinsam auf der Bühne. Beim Tanztheater im Depot bewegten sich auch ein Einbeiniger und eine Frau im Rollstuhl mit Grazie. Das Stück „Contrasentido – Umbruch 2“ erzählt vom Terror der Konsumgesellschaft.
07.04.2013
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Zu Beginn des Tanztheaters räkelt sich eine Frau auf einem »Teppich aus Plakaten«© Foto Schaper
Auch ein einbeiniger Akteur machte mit - und bewegte sich ebenso graziös wie die Darsteller ohne Handicap.© Foto Schaper
Fließende Bewegungen, klare Körpersprache: So präsentierten sich die Akteure.© Foto Schaper
Als »mix-abled dance« beschreibt die DIN A 13 Tanzcompany ihre Choreografien.© Foto Schaper
Werbekrempel wird im Tanztheater zu Müll. Dazu bewegen sich die Akteure mit Anmut und Eleganz.© Foto Schaper
Tanz, Musik und Video-Sequenzen sind Teil der Vorführung und arbeiten Hand in Hand.© Foto Schaper
Das emanzipatorische Miteinander verschiedener Körperlichkeiten ist reizvolle Nebensache. © Foto Schaper
Die 60 Minuten waren sehr spannend.© Foto Schaper
Auch mit nur einem Bein kann dieser Akteur über die Bühne wirbeln. © Foto Schaper
Und auch ein Rollstuhl ist kein Hindernis, um auf der Bühne zu sein. © Foto Schaper
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In spanischem Stimmgewirr (die Tänzer sind Venezolaner) schallt es „Vehiculo“, „Machina“, „Capitalismo, Capitalismo!“ Die Warenwelt lässt ihr Marktgeschrei hören. Plakatfetzen aus der Werbung, für Hamburger, Maggi und Co., gruppieren sich zu einer Wand, gegen die man vergeblich anrennt.

Die Moderne als Kakophonie aus Lärm und Flackerbildern hektischen Großstadtverkehrs. Mühsam streift eine Frau ihre engen Arm- und Beinschienen ab, gefertigt aus Schnipseln bunter Reklame. Unschwer zu deuten, gleichwohl von poetischer Qualität: Wenn der Werbekrempel zu Müll geworden ist, findet der Mensch wieder zu sich. Das letzte Solo zur meditativen Gitarre bestreitet ein Tänzer an Krücken – mit Anmut und Eleganz. Suggestive Musik, beredsame Körpersprache, klar definiertes Thema: spannende 60 Minuten Tanztheater. 

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