Tatverdächtiger stellt sich nach Öffentlichkeitsfahndung der Polizei

Brandstiftung in Hörde

Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Hörde im Juli hatte die Polizei per Öffentlichkeitsfahndung nach dem mutmaßlichen Brandstifter gesucht. Nun hat sich der Gesuchte der Polizei gestellt.

von Rebekka Antonia Wölky

Hörde

, 26.09.2018, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

In der Nacht zum 18. Juli 2018 war im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses an der Lugierstraße in Hörde ein Feuer ausgebrochen. Weil Brandbeschleuniger gefunden wurden, ging die Polizei schnell von Brandstiftung aus. Seit Anfang August suchte die Polizei mit Lichtbildern nach einem dringend tatverdächtigen 19-Jährigen. Zwei Monate später, am 20. September, hat sich der Mann nun der Polizei gestellt. Staatsanwältin Sandra Lücke betätigte auf Anfrage, dass es sich um den gesuchten Dortmunder handelt.

Tatverdächtiger wurde in die JVA gebracht

Polizei und Staatsanwaltschaft berichteten am Mittwoch (26. September) in einer Pressemitteilung, dass der wegen versuchten Mordes und Brandstiftung Gesuchte in eine Justizvollzugsanstalt (JVA) gebracht wurde. Zuvor sei ihm der Untersuchungshaftbefehl verkündet worden.

Bei dem Brand im Juli war niemand verletzt worden, der Sachverhalt wurde jedoch als versuchter zwölffacher Mord in Verbindung mit schwerer Brandstiftung qualifiziert. Der Tatverdächtige war flüchtig und wurde mit Haftbefehl gesucht. Als mögliches Motiv vermuteten die Ermittler zunächst Streitigkeiten in der Familie des Verdächtigen. Der junge Mann hatte selbst nicht in dem Haus gewohnt.

Die Ermittlungen laufen noch

Aktuell werden laut Lücke noch Ermittlungen durchgeführt, danach müsse geprüft werden, ob der Tatverdacht auch weiterhin Bestand hat. Zu einem genauen Motiv könne man zur Zeit noch nichts sagen, da der Verdächtige seit der Verhaftung von seinem Schweigerecht Gebrauch mache.

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