Westfalenhalle

Tausende feiern ohne Maske und Abstand: Aufregung um „Schlagerboom“

Beim Schlagerboom 2021 haben 9000 Menschen in der Westfalenhalle gefeiert. Dass dabei auf Maske und Abstand verzichtet wurde, hat mitunter heftige Reaktionen ausgelöst. Ging es regelkonform zu?
Tausende Besucher in der Westfalenhalle beim Schlagerboom: Die Bilder von dicht an dich feiernden Menschen gefielen aber nicht allen Beobachtern. © Heinze

Am Samstag (23.10.) war in der Dortmunder Westfalenhalle vieles wieder wie vor der Pandemie: Auf der Bühne sangen die Schlagerstars, davor feierten 9000 Menschen.

Zutritt hatten nur Geimpfte und Genesene. es galt also die 2-G-Regel, deshalb gab es keine Maskenpflicht und keine Abstandregeln. Das Konzept kam jedoch nicht bei jedem gut an.

Aus zahlreichen Social-Media-Kommentaren zu der live in der ARD übertragenen Unterhaltungsshow lässt sich große Verwunderung über die Szenerie in Dortmund herauslesen.

Kritik an Hygieneregeln: „Einfach unverantwortlich“

„Einfach unverantwortlich“, urteilen einige angesichts schunkelnder und singender Massen. Andere verweisen auf die aktuell steigende Zahl der Neuinfektionen und Impfdurchbrüchen. Weitere schlagen einen Bogen zu anderen aktuellen Debatten wie der Absage von Martinsumzügen oder der Masken-Regeln für Kinder.

Ein Beobachter zieht die Schlussfolgerung: „Warum mussten die alle keine Masken tragen? Dann muss ich das ja jetzt auch nicht mehr beim Einkaufen, beim Arbeiten und im Zug.“

Festzuhalten ist: Die Veranstalter haben sich an alle bestehenden Regeln gehalten. In NRW steht es ihnen frei, sich für eine 2 G- oder 3 G-Modell zu entscheiden. Dadurch entfallen dann gegebenenfalls Maskenpflicht, Abstandregeln und Platzbeschränkung.

Beim „Schlagerboom 2021“ setzten die Veranstalter auf die 2-G-Regel – siehe oben. So ergab sich die Möglichkeit, auf Masken und Abstände zu verzichten. Der Hinweis auf die Gültigkeit von 2-G wurde während der ARD-Übertragung der Show auch eingeblendet, um Irritationen vorzubeugen.

So gibt es auch viele Menschen, die die erste Großveranstaltung in der Westfalenhalle seit März 2020 verteidigen. „Lasst die Leute leben“ oder „Es muss endlich weitergehen“, lauten einige der Aussagen in den sozialen Medien.