Taverne Epsilon muss Außengastronomie zurückbauen - aber nur für kurze Zeit

Außengastronomie

Für die Sommermonate sollen die Gäste der Taverne Epsilon auch draußen sitzen können. Dafür hat die Betreiberin extra Bast-Zäune angebracht. Doch genau die werden nun zum Problem.

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, 11.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Taverne Epsilon muss Außengastronomie zurückbauen - aber nur für kurze Zeit

Hier schritt das Ordnungsamt ein: Die Taverne Epsilon muss ihre Außengastronomie wieder umgestalten. © Jaeschke

Zugegeben: Die Taverne Epsilon hat keinen idealen Platz für eine Außengastronomie an der Geschwister-Scholl-Straße. Weder Hinterhof noch einen großen Platz davor gibt es. Dennoch wollte Betreiberin Eleni Zissi ihren Gästen während der Sommermonate auch draußen was bieten.

Also beantragte sie, vom 1. Mai bis 30. September 2019 den Gehweg vor dem Restaurant als Außengastronomie zu nutzen, was auch genehmigt wurde, „wenngleich sie die Fläche tatsächlich bereits schon vorher genutzt hat“, wie die Stadt schreibt. Und um ein gemütliches Ambiente zu schaffen, setzte Zissi nicht nur auf Deko auf den Tischen, sondern zäunte den Bereich mit Stroh-Matten und Euro-Paletten ein. Und genau hier entsteht laut Stadt Dortmund das Problem.

Auf der Suche nach einvernehmlicher Lösung

„Derartige komplette beziehungsweise lückenlose, intransparente Umrandungen von Außengastronomien sind aus städtebaulicher Sicht generell nicht wünschenswert“, schreibt die Stadt Dortmund auf Anfrage. Aus diesem Grund seien Zissi und das Ordnungsamt nun auf der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung.

In der Zwischenzeit hatte aber ein Gerücht Wellen geschlagen, wonach die Stadt die Betreiberin aufgefordert hätte, den kompletten Bereich abzubauen. Laut Stadt sei dies nur für die Zeit während des Evangelischen Kirchentages der Fall, da das Epsilon im Sicherheitsbereich der Groß-Veranstaltung am 19. Juni liege.

Zur Sache

Stadt: Außengastronomie ist generell zu begrüßen

Die Stadt unterstützt Außengastronomien generell, setzt hier aber auf Vorschriften. Zum einen sind nur lückenhafte Begrenzungen durch Blumenkästen beispielsweise erlaubt. Zum anderen müssen Gehwege frei bleiben, um beispielsweise Fußgänger nicht einzuschränken. Auch weitere Aspekte sind zu beachten: etwa Brandschutz und Lärmemission.
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