Tedi-Logistik kündigt 18 Mitarbeitern

Dortmunder Einzelhandelskette

Die Logistik-Tochter der Dortmunder Einzelhandelskette Tedi hat 18 Mitarbeitern gekündigt. Das Unternehmen begründet das mit Umstrukturierungen in der Logistik. Die Belieferung von Filialen soll ein externer Dienstleister übernehmen.

DORTMUND

, 26.07.2016, 17:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tedi-Logistik kündigt 18 Mitarbeitern

Die Tedi-Zentrale am Brackeler Hellweg.

Die 2004 gegründete Einzelhandelskette Tedi betreibt inzwischen europaweit rund 1450 Filialen. In den Läden mit blau-gelbem Logo finden Kunden günstige Angebote: Dekoartikel, Spiel- und Schreibwaren, Heimwerkerbedarf und mehr. Auch in Dortmund gibt’s ein Dutzend der Läden mit dem freundlichen Bär als Maskottchen.

Nicht so freundlich soll es zuletzt bei der Tedi Logistik GmbH zugegangen sein. Die sitzt neben der Tedi-Zentrale am Brackeler Hellweg und wickelt das Logistik-Geschäft ab. Ein ehemaliger Mitarbeiter von Tedi Logistik berichtete am Dienstag dieser Redaktion, dass Mitarbeiter Angst um ihre Arbeitsplätze hätten. Solche Schilderungen kennt man auch bei der Gewerkschaft Verdi in Dortmund.

Mitarbeiter berichtet von Stress und Druck im Tedi-Lager

Tedi bestätigte am Dienstag, dass es 18 Mitarbeitern betriebsbedingt gekündigt habe. Das Unternehmen lässt über eine Anwaltskanzlei ausrichten, vorausgegangen sei eine „notwendig gewordene Umstrukturierung“. Die Tedi Logistik GmbH wurde zum 6. Juli 2016 in die DLG Dortmunder Logistik GmbH umbenannt. Darüber seien „alle betroffenen Mitarbeiter" im Juni in Kenntnis gesetzt worden.

Im Nachgang seien LKW-Fahrer und Verlader über den Wegfall ihrer Tätigkeit informiert worden. Den betroffenen Mitarbeitern seien alternative Jobs angeboten worden. 18 Mitarbeiter hätten die Angebote abgelehnt. 

Ein Ende Juni gekündigter Mitarbeiter sagte am Dienstag im Gespräch mit dieser Redaktion, ihm sein kein alternativer Job angeboten worden. Ganz unglücklich darüber sei er nicht: Stress und Druck im Tedi-Lager hätten zuletzt zugenommen, Mitarbeiter hätten Abmahnungen kassiert, weil sie eine Minute zu spät zur Schicht angetreten seien.

Dienstleister übernimmt Belieferung der Filialen

Die DLG soll für Tedi künftig alle für den Onlinehandel und für die Warenaufbereitung notwendigen Logistikarbeiten übernehmen. Nicht übernehmen wird DLG die Belieferung der Filialen: Die Geschäftsführung, so die Anwaltskanzlei, habe entschieden, „für die Filialbelieferung weitere Leistungen über einen langjährigen Logistikdienstleister einzukaufen“.

Die Belieferung der Filialen soll nun das Unternehmen German Logistic GmbH mit Sitz in München übernehmen. Das schreibt auf seiner Internetseite, man setze auf Mitarbeiter „vornehmlich aus Osteuropa“, und wirbt mit dem Slogan: „Bekommen Sie die Personalkosten für Ihre Logistik in den Griff – wir zeigen Ihnen den Weg!“

Der Weg dürfte so aussehen, dass die Mitarbeiter weniger verdienen als die direkt bei einem Unternehmen selbst angestellten Leute.

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