Tedi-Zentrale: Nachbar verliert Prozess um Lärmstreit

Verwaltungsgericht

Das war kein guter Tag für einen Nachbarn der neuen Tedi-Europazentrale am Brackeler Hellweg. Seine Klage gegen LKW- und Betriebslärm hatte vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Mittwoch keine Aussicht auf Erfolg. Der Richter fand in seiner Begründung deutliche Worte.

BRACKEL

05.08.2015, 15:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Impressionen aus der TEDI Hauptverwaltung am Brackeler Hellweg.

Impressionen aus der TEDI Hauptverwaltung am Brackeler Hellweg.

Der Kläger war 2007 neben das ehemalige Coop-Gelände gezogen. Die Betriebsflächen wurden zwar genutzt, allerdings längst nicht so intensiv wie heute. Seit Tedi den Standort übernommen hat, wird an allen Ecken und Ende gebaut und modernisiert. Die Stadt hatte alles genehmigt - sehr zum Ärger mancher Anwohner. 

Richtern: Bewusst ins Industriegebiet gezogen

"Der Lärm ist unerträglich", sagte der Kläger im Prozess. Der ständige Lkw-Verkehr, das Schmeißen von Paletten in Container, die Rufe der Arbeiter. All das sei nicht zu ertragen.

Nach Ansicht der Richter sind die Bau- und Betriebsgenehmigungen jedoch nicht angreifbar. Wörtlich sagte die Richterin an die Adresse des Klägers: "Sie sind damals bewusst in dieses Gebiet gezogen. Da ist nichts vom Himmel gefallen."

Wohn- und Gewerbegebiet hätten sich über Jahrzehnte entwickelt. Auch das müsse berücksichtigt werden. Wie es weitergeht? Tedi hat bereits die Genehmigung für einen 24-Stunden-Betrieb. Nach Angaben des Geschäftsführers wird es in absehbarer Zeit allerdings noch keinen Nachtbetrieb geben. Zurzeit ist um 23 Uhr Schluss.

Schlagworte:

Dortmund am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter Über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Lesen Sie jetzt