Telefon-Streiche lösen Polizei-Einsätze im Rotlicht-Bezirk aus

17-Jähriger aufgeflogen

Ein Scherz eines betrunkenen 17-Jährigen hat in der Nacht zu Montag zwei Polizei-Einsätze in Dortmunds Rotlicht-Bezirk ausgelöst. Der Jugendliche meldete über den Notruf zweimal kurz hintereinander randalierende Männer in der Linienstraße. Als die Polizei eintraf, gab es von Randale keine Spur. Durch einen einfachen Kniff kamen die Beamten dem Scherzbold auf die Schliche.

DORTMUND

01.10.2014, 13:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Telefon-Streiche lösen Polizei-Einsätze im Rotlicht-Bezirk aus

Die Linienstraße, Dortmunds Rotlicht-Bezirk.

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Das war den Beamten zu viel. Sie entschieden sich spontan, die angegebene Mobilnummer des letzten Anrufers zu wählen. "Und siehe da: Es klingelte bei einem der Männer in der Hosentasche", heißt es süffisant in der Pressemitteilung der Polizei. "Der 18-jährige Besitzer des Handys, ein Dortmunder, gab sich überrascht."   Wie sich im Laufe der weiteren Gespräche herausstellte, hatte sich einer seiner Freunde - auch ein Dortmunder - das Telefon ausgeliehen. Mit seinem eigenen Handy und mit dem des Freundes wählte der 17-Jährige nach ersten Erkenntnissen die 110. "Dass dies ohne Grund nicht erlaubt ist, wollte der alkoholisierte junge Mann nicht ganz verstehen", schreibt die Polizei.  

Der Scherzbold wurde zu einer Polizeiwache gebracht, wo ihn kurze Zeit später ein Erziehungsberechtigter abholen durfte. Den jungen Dortmunder erwartet nun eine Anzeige wegen des Missbrauchs von Notrufen. Das mögliche Strafmaß reicht von einer Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren.   Die Polizei betont in diesem Zusammenhang noch einmal: "Die 110 ist die Notruf-Nummer der Polizei. Bitte wählen Sie diese Nummer nur, wenn Sie sich in einer Not- oder Gefahrenlage befinden, Sie eine Straftat beobachtet haben oder Hinweise zu einer Tat geben wollen."

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