Tempel der Ruhe: Nach Sanierung öffnet sich am Feiertag verschlossenes Tor

Denkmal

So schön hat man eine der heimlichsten Sehenswürdigkeiten Dortmunds noch nie gesehen: Der Tempel der Ruhe im Bodelschwingher Wald ist am Maifeiertag für Besucher geöffnet.

Bodelschwingh

, 01.05.2021, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
So nah und schön wie am 1. Mai haben viele Menschen den Tempel der Ruhe im Bodelschwingher Wald noch nie gesehen.

So nah und schön wie am 1. Mai haben viele Menschen den Tempel der Ruhe im Bodelschwingher Wald noch nie gesehen. © Tobias Weckenbrock

Gerade erst war sie Dortmunds Denkmal des Monats: die Begräbnisstätte der Familie Knyphausen im Bodelschwingher Wald. Sie ist besser bekannt als Tempel der Ruhe. Über ein Jahr hinweg wurde das geheimnisvolle Bauwerk aufwendig restauriert und saniert.

Normalerweise liegt der kleine Friedhof eingezäunt und verschlossen mitten im Wald unweit der A 45. Doch am 1. Mai 2021 hatte die Familie, die auf Schloss Bodelschwingh wohnt, die Begräbnisstätte für Besucher geöffnet.

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Am selben Tag hat unsere Zeitung von den abgeschlossenen Sanierungsarbeiten berichtet. Und so kamen viele Menschen aus Bodelschwingh und Umgebung, um sich den sanierten Tempel anzusehen. Viele waren überrascht, dass das Tor zum Friedhof offen stand, und nutzten die Gelegenheit, sich dort umzusehen.

Privatfriedhof liegt versteckt im Bodelschwingher Wald

Der Tempel der Ruhe gilt als besonders geheimnisvoll, da er relativ versteckt im Bodelschwingher Wald liegt. Rundherum befinden sich viele Gräber aus jüngsten Jahren, aber teils auch schon einige 100 Jahre alt, in denen Angehörige der Adelsfamilie bestattet sind.

Der Tempel ist Mittelpunkt des Privatfriedhofs.

Der Tempel ist Mittelpunkt des Privatfriedhofs. © Tobias Weckenbrock

Mittelpunkt ist der runde Tempel, der 1802 gebaut wurde. Der Zusammenhang zum Schloss Bodelschwingh wird heute nicht mehr so deutlich, da die A45 den naturbelassenen Teil der Parks von der gestalteten Anlage um das Schloss trennt.

Alte Gräber, aber auch Gräber aus jüngster Zeit befinden sich auf dem Privatfriedhof.

Alte Gräber, aber auch Gräber aus jüngster Zeit befinden sich auf dem Privatfriedhof. © Tobias Weckenbrock

Die Sanierung war aufwendig. Stein- und Holzrestauratoren waren neben Zimmerleuten und Dachdeckern im Einsatz. So gibt es jetzt statt des Schieferdachs wieder wie im Ursprung eine Blechhaube. Für die Sanierung spendete die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 100.000 Euro.

So nah und schön wie am 1. Mai haben viele Menschen den Tempel der Ruhe im Bodelschwingher Wald noch nie gesehen.

So nah und schön wie am 1. Mai haben viele Menschen den Tempel der Ruhe im Bodelschwingher Wald noch nie gesehen. © Tobias Weckenbrock

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