Terrier frisst beim Gassi gehen Rattenköder

Warnhinweise nicht einsehbar

Es ist ein Albtraum für Michael Nowak aus Brechten: Plötzlich entdeckt sein Hund Jack einen vermeintlichen Leckerbissen. In Wahrheit aber handelt es sich um Gift, das jemand gegen Ungeziefer ausgelegt hat. Den entsprechenden Warnhinweis konnte der Hundebesitzer so schnell gar nicht sehen.

Brechten

, 21.01.2016 / Lesedauer: 2 min

Jack schwebte in Lebensgefahr Der sieben Jahre alte Jack-Russell-Terrier hatte keine Ahnung, dass er statt eines schmackhaften Leckerchens einen giftigen Rattenköder gefressen hatte. "Ich habe noch versucht, ihm den Krümel aus dem Maul zu nehmen, aber es war zu spät", erzählt Herrchen Michael Nowak.

Durchfall, Erbrechen, Blut

Er war mit Jack spazieren gegangen, als es passierte. An der Evinger Straße neben dem Supermarkt in Höhe der Haltestelle Wittichstraße. Die gelben Hinweisschilder, sagt er, seien vom Gehweg aus nicht einsehbar gewesen. 

Jack wurde fast sofort übel, er bekam Durchfall, Erbrechen. Und alle fünf Minuten spuckte er auch jede Menge Blut, erzählt Michael Nowak. Der Hund sei plötzlich ganz ruhig gewesen, "ließ sich tragen wie ein Baby". Umgehend suchte der Brechtener nach einer Notfallklinik - doch viele hatten geschlossen.

Nach einer dann glücklicherweise "relativ ruhig

en Nacht", wie Nowak sagt, fuhr er mit Jack zum Tierarzt. Der verabreichte dem Jack-Russell-Terrier eine Spritze gegen das Rattengift - die erste von insgesamt sieben an fünf Behandlungstagen. Eine ganz schöne Tortur und unheimlicher Stress für so einen kleinen Hund.

Jack hatte Glück

Viermal musste Jack außerdem geröntgt werden. Erschreckend schlecht waren die Leberwerte des Hundes. Doch weil er nur eine kleine Menge des Giftes gefressen und ansonsten fit war, überlebte der Hund den tödlichen Leckerbissen.

Jack ist jetzt vorsichtiger geworden, wenn er mit Herrchen Michael Nowak spazieren geht. Und den Schädlingsbekämpfer hat der Hundehalter aufgefordert, seine Warnhinweise auch auf der Seite des Gehwegs anzubringen, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden. Der jedoch wollte sich bislang nicht zu dem Fall äußern.

Bei einem anderen Fall, 2012, ebenfalls in Brechten, hatte der Hund nicht so viel Glück:

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