Hoffnung nach dem Feuer-Drama: Die Betreiber des im Mai abgebrannten Hansa Theaters haben in Hombruch neue Räume gefunden. Sie beleben das „Varieté Luna“ wieder, das seit 2003 leer stand.

Hombruch

, 09.07.2018, 18:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Montag haben die „Hansa“-Macher Inga, Theresia und Rudi Strothmüller die neuen Räume vorgestellt. Hinter den 15 Jahre lang verschlossenen Türen des ehemaligen Varieté-Theaters an der Harkortstraße im Zentrum von Hombruch kehrt wieder Leben ein. „Es ist für uns das größte Geschenk, dass wir die Saison ab September mit allen 220 Shows spielen können“, sagt Programmchefin Inga Strothmüller.

Anfang Mai hatte ein Brand die Räume des Hansa Theaters an der Eckardtstraße 4a in Hörde unbespielbar gemacht. „Vor Ostern wird das Theater auf keinen Fall fertig. Deshalb musste jetzt etwas passieren“, sagt Inga Strothmüller.

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Die Eigentümerfamilie Brauckmann nahm das Angebot an, den Saal „zum Selbstkostenpreis“ zu vermieten. Das Werk- und Begegungszentrum Wbz investiert als Trägerverein des Hansa Theaters rund 15.000 Euro in Technik und Brandschutz. Ein Großteil des Equipments werde im Hansa Theater weitergenutzt, wenn es dort im Frühjahr 2019 weitergehen kann.

„Die Solidarität, die wir erfahren haben, ist bemerkenswert. Wir machen in Hörde auf jeden Fall weiter“, sagt der Wbz-Vorsitzende Manfred Renno. Das Spendenkonto ist weiter aktiviert. „Jede Unterstützung ist jetzt erst recht weiter wertvoll“, sagt Inga Strothmüller.

Karten für alle Hansa-Shows sind verfügbar

Ab sofort können Karten für die Hansa-Veranstaltungen im „Luna“ gebucht werden, der Saalplan wird in allen Tickeportalen aktualisiert. Bereits gekaufte Karten können beinahe sitzplatzgleich angepasst werden, weil sich die beiden Säle ähneln. Die erste Show wird die Joe-Cocker-Revue am 14. September (Freitag) sein.

Wegen der Unsicherheit über die Zukunft waren die Kartenbestellungen laut der Betreiber in den vergangenen Wochen stark zurückgegangen. „Die Leute hatten Angst, Karten zu kaufen“, sagt Inga Strothmüller.

Bis zur Sommerpause Mitte Juni waren die für das „Hansa“ gebuchten Künstler in benachbarte Häuser (Theater Olpketal, Fritz-Henßler-Haus, Augustinum) oder in die deutlich kleinere Musikwerkstatt an der Eckardtstraße ausgewichen.

Der Umbau des „Luna“ bedeutet eine Menge Arbeit

Dass der Weg des Hansa-Theaters zumindest für einige Monate ausgerechnet ins „Luna“ führt, ist auf eine weitere Weise bemerkenswert. Direkt am Hombrucher Marktplatz waren die weitläufigen und hohen Räume des ehemaligen Kinos seit 2003 nicht mehr genutzt worden.

Mehrfach gab es Ideen und Versuche, das „Luna“ mit 350 Plätzen wiederzubeleben, zuletzt 2016.

Hoffnung auf eine Zukunft für das Hombrucher „Luna“

„Sie sind aus ganz unterschiedlichen Gründen gescheitert“, sagt Sarah Brauckmann aus der Eigentümerfamilie. Nun belebt das Hansa Theater die Räume wieder – und die Chancen darauf, dass es eine dauerhafte Lösung für das Gebäude gibt, steigen.

Sarah Brauckmann hofft, dass sich durch das „Hansa“-Gastspiel neue Interessenten finden. „Ich freue mich, dass hier wieder Leben einzieht. Es war immer im Interesse der Famile, dass wir das Gebäude nicht umfunktionieren müssen. Meine Großeltern haben das hier aufgebaut, für mich hängen hieran unzählige Erinnerungen.“

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