Theater-Vorplatz soll belebt werden: Den Anfang macht ein Künstlermarkt mit 100 Ständen

rnTheater Dortmund

Die Überlegungen, den Vorplatz des Stadttheaters mit Leben zu füllen, werden konkret. Vier bis sechs Veranstaltungen soll es jährlich geben. Den Anfang macht ein Künstlermarkt im September.

Dortmund

, 24.03.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Monaten feilt Tobias Ehinger, Geschäftsführender Direktor des Dortmunder Theaters, an einem Konzept, wie sich der rund 2500 Quadratmeter große Theater-Vorplatz (Platz der Alten Synagoge) attraktiver gestalten lässt. Ehinger möchte den meist leeren Platz im Stil einer Piazza beleben.

Neues Theater-Kundencenter im „Hansa 101“-Haus

Ein erster Baustein soll das neue Kundencenter im benachbarten „Hansa 101“-Haus sein. Das Theater mietet ein rund 500 Quadrameter großes Ladenlokal im Erdgeschoss, um dort den Kartenvorverkauf (Einzelverkauf und Abo) zu bündeln. Über die ebenfalls geplante Gastronomie schweigt sich Ehinger noch aus. „Ich hoffe, dass wir mit Beginn der Spielzeit 2019/2020 eröffnen können“, sagt der Theaterdirektor.

Darüber hinaus möchte Ehinger den Platz mit einer neuen Veranstaltungsreihe in Form von Märkten füllen. An die Flohmärkte, die es dort vor Jahren gegeben hat, denkt Ehinger ausdrücklich nicht. „Wir möchten Veranstaltungen in gleichbleibend hoher Qualität.“

Vier bis sechs Veranstaltungen im Jahr

Der Theaterdirektor zielt auf jährlich „vier bis sechs Märkte“ mit wechselnden Themen. Den Auftakt macht ein „Künstlermarkt“ im Spätsommer. Er soll samstags und sonntags laufen und „am ersten oder zweiten Wochenende im September“ stattfinden. Begleitet von Musik und kulinarischen Genüssen, sollen Künstler an rund 100 Ständen auf dem Platz (und zur Not auch auf dem Dach des Theaters) die Möglichkeit haben, Gemälde, Skulpturen, Literatur und sonstige Werke anzubieten.

Kommerzielle Anbieter bleiben außen vor. „Wir möchten nicht-kommerziellen Künstlern eine Plattform geben, sich und ihre Arbeiten sichtbar zu machen“, sagt Ehinger. Die Stände stellt das Theater bereit, die Standgebühren werden erlassen. Dafür sollen sich interessierte Künstler einem kleinen Bewerbungsverfahren unterziehen, über das auf der Theater-Homepage informiert wird. „Die Nachfrage ist schon jetzt sehr groß“, weiß Ehinger aus ersten Gesprächen mit Künstlervereinigungen.

„Alpenmarkt“ zur Weihnachtszeit

Weil Veranstaltungen zur festen Institution auf dem Theater-Vorplatz werden sollen, haben der Theaterchef und sein Team schon ein zweites Datum markiert: Während der Vorweihnachtszeit soll es am Stadttheater einen „Alpenmarkt“ mit typischen Spezialitäten aus Österreich, der Schweiz und beispielsweise Südtirol geben.

Eine Konkurrenz zum klassischen Weihnachtsmarkt wird in keinem Fall angestrebt. „Was wir anbieten, wird auf dem Weihnachtsmarkt nicht zu finden sein“, sagt Ehinger.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt