Tiny Houses in Dortmund: Im U-Turm bekommen Fans die wichtigsten Infos

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Braucht Dortmund Tiny Houses? Und wie und wo können die Mini-Eigenheime in der Stadt Fuß fassen? Um diese Fragen geht es nun erstmals auf einer Fachtagung im Dortmunder U.

Dortmund

, 26.10.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dortmund arbeitet weiter fleißig an seiner Vorreiterrolle beim Trend um die „Tiny Houses“: Als erste Stadt in NRW plant sie in Schüren ein eigenes Neubaugebiet für die maximal 40 Quadratmeter großen Mini-Eigenheime, auf dem möglicherweise schon 2022 die ersten „Tiny Houses“ stehen könnten. Nun gibt es im Dortmunder U eine kostenlose Fachtagung zu dem Thema.

Unter dem Titel „Kleiner Wohnen – eine Antwort auf die Wohnungsnot, den Flächenverbrauch und die Energiewende?“ wird es am 13. November (Mittwoch) Vorträge, Diskussionen und Workshops zum Thema „Tiny Houses“ geben. Von 10 bis 16.30 Uhr geht es unter anderem um seriöse und skurrile Lösungen für kleines und nachhaltiges Bauen oder auch um die Fragen, ob Dortmund überhaupt kleine Häuser braucht und was es benötigt, um sie möglich zu machen.

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Was möglich sein könnte, wird unter anderem Dr. Thomas Köhler vorstellen. Köhler ist der Kopf des Vereins „Transition Town“, der in Hannover das Projekt „Ecovillage“ vorantreibt. Dort denkt man in ganz anderen Dimensionen als in Dortmund, wo das geplante Neubaugebiet an der Emscher wohl nur Platz für 20 bis 30 „Tiny Houses“ bieten soll.

Hannover plant viel größere Tiny-House-Siedlung

In Hannover planen Köhler und seine Mitstreiter, dass neben freistehenden Mini-Eigenheimen auch mehrgeschossige Gebäude entstehen sollen – 500 Appartements für 800 Menschen, davon 40 Prozent Sozialwohnungen. Dazu soll es in der Siedlung auch eine Mensa, eine Bibliothek und eine Kita geben.

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Wie es sich anfühlt, in einem Tiny House zu wohnen, davon können Tagungsbesucher auf dem Vorplatz des Dortmunder U einen Eindruck bekommen: Dort stellt das Oberhausener Fraunhofer-Institut Umsicht sein 13,4 Quadratmeter großes E-Lab auf. Im Foyer des U zeigen Modelle und Pläne, wie sich die Architektur-Studenten der FH „Tiny Houses“ in Dortmund vorstellen.

Interesse an Tiny Houses ist groß

Seit Anfang des Jahres treibt die Stadt Dortmund das Thema voran und wirbt mit ihrer Kampagne „Kleines Haus. Großes Leben“ für mehr nachhaltigen Wohnraum in der Stadt.

Das Interesse an der neuen Wohnform, die ein Sich-kleiner-Setzen vor allem aus ökologischen Gründen propagiert, in der Stadt ist groß: Bereits die Auftaktveranstaltung im Rahmen des Forums Stadtbaukultur im Fritz-Henßler-Haus war überfüllt. Bei der Messe „Fair Friends“ in den Westfalenhallen Anfang September informierten sich über 100 Menschen über das Neubaugebiet in Sölde.

Zur Sache

Anmeldung für Fachtagung ist kostenlos

  • Für die Teilnahme an der Fachtagung ist eine kostenlose Anmeldung per Mail an sbandias@stadtdo.de notwendig.
  • Neben der Stadt Dortmund gehören auch das Fraunhofer Umsicht-Institut und der Bund Deutscher Baumeister zu den Organisatoren.
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