Toter nach Polizeieinsatz: Polizei veröffentlicht Ergebnis der Obduktion

Redakteur
Björn Althoff
Die Polizei Recklinghausen hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen. © Björn Althoff
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Nachdem ein 44-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz am frühen Mittwochmorgen (19.11.) nach einem Polizeieinsatz in Dortmund gestorben ist, liegen nun erste Erkenntnisse aus der Obduktion vor. Diese teilt die ermittelnde Polizeibehörde Recklinghausen mit.

Demnach habe der Mann ein „schwer vorerkranktes Herz“ gehabt. Zudem seien „Anhaltspunkte zumindest für eine erhebliche Alkoholintoxikation“ festgestellt worden. Ein toxikologisches Gutachten soll genauer klären, ob und wie viel Alkohol der Mann im Blut hatte.

Auch ob er möglicherweise unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, soll geklärt werden. Bis Ergebnisse aus dem Gutachten vorliegen, kann es jedoch Wochen dauern.

Ob die Wirkung des Elektro-Tasers, der von einem der eingesetzten Polizisten gegen den gewalttätigen Mann eingesetzt worden war, den Tod des 44-Jährigen verursacht hat, habe in der Obduktion nicht geklärt werden können. Dies sicher nachzuweisen ist laut der zuständigen Staatsanwaltschaft Dortmund sehr schwierig.

Unmittelbar nach dem Einsatz des Tasers sei der Mann zunächst noch ansprechbar gewesen, so die Staatsanwaltschaft weiter. Zusätzlich zu der Erkrankung des Herzens sei der wohnungslose Mann auch psychisch krank gewesen und habe einen Betreuer gehabt.