Trickbetrüger setzen 91-Jährige unter Druck und erbeuten vierstellige Summe

Enkeltrick

Eine 91-jährige Dortmunderin ist am Donnerstag (18.11.) Opfer des Enkeltrickbetrugs geworden. Mit von der Partie war auch ein angeblicher Staatsanwalt. Die Polizei sucht Zeugen.

Scharnhorst

19.11.2020, 13:22 Uhr / Lesedauer: 1 min

Enkeltrickbetrüger haben am Donnerstag (18.11.) eine 91-jährige Dortmunderin aus Scharnhorst um einen hohen Bargeldbetrag gebracht, wie die Polizei in einer Pressemitteilung schreibt.

Die Frau habe gegen 11 Uhr einen ersten Anruf bekommen. Ihr angeblicher Enkel sei an einem Verkehrsunfall beteiligt gewesen, bei dem eine Frau gestorben sei. Am Telefon sei ihr erzählt worden, dass eine Haftstrafe nur abgewendet werden könne, wenn er einen größeren Geldbetrag aufbringe.

Von angeblichem Enkel und angeblichem Staatsanwalt unter Druck gesetzt

Danach habe es noch drei weitere Telefonate gegeben. Gemeinsam mit einem angeblichen Staatsanwalt, der sich immer wieder in das Gespräch eingemischt haben soll, setzte der unbekannte Täter setzte die Frau massiv unter Druck.

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Die Dortmunderin gab nach und übergab gegen 16.20 Uhr einen vierstelligen Bargeldbetrag an einen ihr unbekannten Mann, der an ihrer Haustür in einem Mehrfamilienhaus am Ende der Kafkastraße erschien.

Laut der 91-Jährigen sei der Abholer zwischen 25 und 30 Jahre alt, ungefähr 1,75 bis 1,80 Meter groß und von dicklicher Statur gewesen. Er hatte dunkelbraune Locken, trug eine dunkelblaue Jeans und eine dunkelbraune Jacke und hatte eine braune Umhängetasche bei sich.

Zeugen, die Hinweise zu dem Verdächtigen oder einem Fahrzeug geben können, sollen sich an die Polizei unter Tel. (0231) 1 32 74 41 wenden.

Enkeltrick Präventionstipps der Polizei

Die Polizei Dortmund gibt Tipps, mit denen Sie ältere Verwandte und Bekannte vor dem Enkeltrick schützen können:
  • Misstrauisch sein, wenn jemand am Telefon um Geld bittet
  • Auflegen, wenn ein angeblicher Enkel um Geld bittet und die Familie fragen, ob der Anrufer wirklich zur Verwandtschaft gehört
  • Das Familienmitglied unter der bekannten Nummer zurückrufen
  • Niemals Geld an Unbekannte übergeben
  • Bei verdächtigen Anrufen: Über die 110 die Polizei anrufen – auch wenn der Betrug nicht erfolgreich war
  • Die Betrüger suchen über das Telefonbuch nach Opfern: Überlegen, ob der Eintrag noch nötig ist und gegebenenfalls zumindest den Vornamen löschen lassen.
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