Trinkerszene Marten - Abgerissene Sitzmauern sind für Wirt eine „Schande für Marten“

Martener-/Steinhammerstraße

Die Sitzmauern an der Hinterseite des Martener Pennys sind futsch. Mit dem Abriss soll die Trinkerszene vertrieben werden - das Kern-Problem ist damit allerdings nicht gelöst.

Marten

, 03.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Trinkerszene Marten - Abgerissene Sitzmauern sind für Wirt eine „Schande für Marten“

Mitarbeiter des Tiefbauamts entfernten am Dienstag und Mittwoch (2. und 3. Juli) die Sitzmauern an der Rückwand des Penny-Markts und besserten den Bereich mit Platten und Randsteinen aus. © Beate Dönnewald

Die Sitzmauern an der Hinterseite des Martener Penny-Markts gelangten in den vergangenen Monaten zu unrühmlicher Bekanntheit: Sie waren quasi Schuld daran, dass sich an der Ecke Steinhammer-/Martener Straße eine Trinkerszene formierte, von der sich die direkten Anwohner mehr als genervt fühlten.

Am Dienstag und Mittwoch (2. und 3. Juli) rissen Mitarbeiter des Tiefbauamtes die beiden Mäuerchen ab und setzten damit einen Antrag der Bezirksvertretung Lütgendortmund um.

Politischer Beschluss löste kontroverse Diskussion aus

Dieser Antrag löste in den vergangenen Monaten einige kontroverse Diskussionen aus. Für die Befürworter, insbesondere für die Anwohner, war der Abriss alternativlos. Für die Gegner stellt er keine Lösung dar, weil es sich in ihren Augen nur um eine Verlagerung des Problems handelt. Sie fordern bessere Kontrollen durch das Ordnungsamt, die Polizei und Sozialhelfer.

Trinkerszene Marten - Abgerissene Sitzmauern sind für Wirt eine „Schande für Marten“

Diese Sitzmauern gibt es nicht mehr, ihr Abriss wurde schon im Vorfeld kontrovers diskutiert. © Beate Dönnewald Archiv

Der Wirt des gegenüberliegenden Martener Hofs, Michael Smajlovic, hatte sich sogar schützend vor die Trinkerszene gestellt und reagierte entsprechend: Das Entfernen der Mauern sei „eine Schande für Marten“ schreibt er an diese Redaktion.

Auch die Lütgendortmunder Bezirksvertreter rissen das Thema ganz kurz in ihrer Juni-Sitzung an. Anlass war ein Fragenkatalog, den der Grünen-Politiker Frank Meyer als Anfrage an die Verwaltung verfasst hat. Alle waren sich einig, dass es schwierig ist, das Problem generell zu lösen.

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