Trödler am Stadion laufen sich noch warm

01.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

«Ein schöner Markt. So etwas hatten wir noch nicht: Ohne Eintritt und trotzdem ein gewisses Niveau anspruchsvoller Waren.» Gerhard Hauck kommt ins Schwärmen, vergleicht den «schön gemischten Markt» unter der Haupttribüne des Signal-Iduna-Parks mit Wochenmärkten im Ausland. Mit zwei Hutschenreuther Glöckchen verlässt er den Trödelmarkt und notiert sich die Telefonnummer des Veranstalters: «Falls wir nächsten Monat an einem eigenen Stand gut erhaltene Kleidung verkaufen wollen.»

An mangelnder Fläche wird sein Interesse nicht scheitern. Der eine oder andere Händler wird bestimmt Platz machen. «Das Geschäft läuft schlecht», sagt Susi Grabinski hinter ihrem Trödelstand mit Porzellan, Spielzeug und getragenen Kleidungsstücken. Ein Urteil, das viele Verkäufer gestern teilten. Sie überlegen, ob sie nächsten Monat erneut unter die Westtribüne kommen, um ihren Trödel feilzubieten.

Dabei können sie sich über Besuchermangel nicht beklagen. Zahlreiche Borussia-Fans nutzen die Zeit bis zum Trainingsauftakt für einen Streifzug zwischen Porzellan, Möbel- und Kleidungsstücken - immer auf der Suche nach einem Schnäppchen.

«Trainingsauftakt und Trödel unter einem Dach - das ist eine gute Kombination», findet Thorsten Krüger, der sich mit alten Reklameschildern unter dem Arm auf den Weg zu den Stadionrängen macht. «Vielseitige Unterhaltung an einem Tag», loben auch Rainer Jahn und Andrea Thiem. Der Standort ist ohnehin sympathisch - allein wegen ihrer Begeisterung für Borussia.

Anderen ist der Anteil professioneller Anbieter zu groß. «An vielen Ständen werden neue Waren wie Schuhe, Werkzeug und Lebensmittel angeboten. Im hinteren Bereich stellt sogar ein Möbelhaus aus», erzählen Katharina Fink und Markus Walus von enttäuschten Erwartungen. Vielleicht müssen sich Trödler und Käufer bis zum nächsten Monat ja auch noch etwas warm laufen... het

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