Nach Gewalt an U-Bahnhöfen: Polizei nennt stark sinkende Kriminalitätszahlen für die City

Kriminalität

Viele Dortmunder fühlen sich an den Bahnhaltestellen der City unsicher. Die Polizei nennt jetzt ganz lokale Fallzahlen - und ein aus eigener Sicht „sehr erfolgreiches“ Konzept für Bus und Bahn.

Dortmund

, 18.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
In der Dortmunder Innenstadt gibt es laut Polizei deutlich weniger Straftaten als vor fünf Jahren.

In der Dortmunder Innenstadt gibt es laut Polizei deutlich weniger Straftaten als vor fünf Jahren. © Kevin Kindel

Vier schwere Straftaten innerhalb weniger Tage haben dafür gesorgt, dass viele Dortmunder über die Sicherheitslage in der City diskutieren. Die Polizei sagte auf Anfrage unserer Redaktion zunächst, es sei normal, dass es mehr Straftaten gebe, wo mehr Menschen unterwegs sind. Jetzt nennt die Behörde genaue Zahlen zur City.

„Die Anzahl der Straftaten im Bereich Gewaltkriminalität, Raub, Straßenkriminalität Wohnungseinbruchsdiebstahl und Taschendiebstahl ist in den letzten fünf Jahren im Bereich der Polizeiwache Mitte auf Tiefstände gesunken“, gibt die Polizei an. Insgesamt sei die Anzahl der Gesamtstraftaten dort um mehr als 30 Prozent gefallen.

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Im Rahmen des Projekts „SiBB“ (Sicherheit in Bus und Bahn) arbeite die Polizei „bereits seit 2009 sehr erfolgreich mit anderen Behörden und Institutionen zusammen“. Gemeinsame Schwerpunktkontrollen mit Bundespolizei, Zoll, Steuerbehörden, DSW21 und der Stadt Dortmund „führten zu einer Vorreiterrolle, so dass dieses erfolgreiche Konzept landesweit von mehreren Behörden übernommen wurde“, so die Polizei.

17-jähriger Rädelsführer in Untersuchungshaft

Neben der sichtbaren Präsenz von uniformierten Polizeikräften wurde demnach in den letzten Jahren insbesondere in der Innenstadt der Einsatz von verdeckten Polizeibeamten verstärkt. Dies habe zu einer Vielzahl von Festnahmen auf frischer Tat geführt.

Unter anderem sei ein 17-jähriger Intensivtäter in Untersuchungshaft genommen worden. Er gilt als Rädelsführer einer Gruppe von Jugendlichen, die in den letzten Monaten eine Vielzahl von Straftaten in der Innenstadt begangen haben soll.

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Die Polizei sieht die Sache so: „Das Ergebnis des umfangreichen, aus vielen Bausteinen bestehenden Sicherheitskonzepts zeigt sich deutlich in den stark sinkenden Straftaten der letzten Jahre.“ Die Zahlen zur Straßenkriminalität sind den Angaben nach in der City seit 2014 um über 40 Prozent gesunken (von 7.372 auf 3.702).

Die Anzahl der Raubüberfälle wurde demnach mehr als halbiert, beim Wohnungseinbruch ist ein Rückgang von mehr als 65 Prozent verzeichnet. Stadtweit sei die Zahl zur Straßenkriminalität in den letzten zehn Jahren nie geringer gewesen als zuletzt.

„Die vielfältigen und intensiven Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit in der Innenstadt mit unseren gemeinsamen Partnern greifen“, sagt Polizeipräsident Gregor Lange. Seit 2014 habe sich die Lage deutlich verbessert.

„Für uns ist diese positive Entwicklung Ansporn, unsere intensiven Maßnahmen aufrechtzuerhalten und dafür zu sorgen, dass wir in der Innenstadt und in ganz Dortmund das Sicherheitsgefühl weiter stärken“, so Lange: „Wir bleiben dran.“

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