Günstiger als so manches Frühstück: Programmkinos wie das SweetSixteen verlangen keinen höheren Einritt © Dieter Menne (Archiv)
Freizeit in Dortmund

Trotz Inflation: Sieben Dinge, die in Dortmund nicht teurer werden

Kneipenabende, Restaurantbesuche oder Besuche von BVB-Spielen sind teurer geworden. Ein Grund: die Inflation. Doch Dortmunder finden noch Freizeitaktivitäten ohne erhöhten Eintritt.

Die gute Nachricht vorweg: Nicht alles wird für Dortmunder in diesem Herbst teurer – trotz der allgegenwärtigen Preisspirale. Schließlich ist bereits beim Frühstück zu spüren, wie sehr sich die Inflation auswirkt: Brötchen sind teurer geworden und auch die Anfahrt zur Arbeit schröpft das Konto, da sowohl die Benzinkosten explodieren und auch die Tickets für den Öffentlichen Nahverkehr ab 2022 erhöht werden.

Nach dem Feierabend sieht es anders aus. Zwar fallen für Kneipen- und Restaurant-Abende oder Stadiontickets für BVB-Spiele Mehrausgaben an. Doch nicht für alle Freizeitaktivitäten müssen Dortmunder demnächst mehr Geld hinlegen. Diese sieben Dinge werden in Dortmund nicht teurer.

Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt: Preisniveau von 2019

Gerade in den kalten Wintertagen gehört es zu den Lieblingsaktivitäten: über den Weihnachtsmarkt schlendern und einen Glühwein schlürfen. Umso erfreulicher ist die Nachricht, dass Dortmunder dafür nicht tiefer in die Taschen greifen müssen. Denn wie Patrick Arens, Vorsitzender des Dortmunder Schaustellervereins Rote Erde, ankündigte, bleiben die Preise auf dem Niveau von 2019. In diesem Jahr fand der letzte Weihnachtsmarkt statt und die Kosten für eine Tasse Glühwein kletterten von 2,50 auf 3 Euro. Dabei soll es zwei Jahre später bleiben.

Unterhaltung in Programmkinos

Filmfans kamen während der Lockdown deutlich zu kurz, da die Lichtspielhäuser über Monate geschlossen blieben. Cineasten können sich diesem Herbst aus gleich zwei Gründen freuen: Erstens laufen etliche Filme mit einer pandemiebedingten Verzögerung an. Und zweitens ist der Eintritt für einen gemeinsamen Kinoabend in Dortmund nicht gestiegen. Das bestätigt etwa Peter Fotheringham für das SweetSixteen im Depot, das von Dienstag bis Sonntag Arthaus-Streifen zeigt, regelmäßig auch mit anschließenden Publikumsgesprächen mit Regisseuren oder Schauspielern.

Der Kinoleiter registriere zwar die aktuelle Inflationsspirale, welche die Kosten für Strom oder Gas nach oben schrauben. Zudem investierte das Programmkino zuletzt 50.000 Euro in eine neue Bestuhlung. „In diesem Zusammenhang denken wir darüber nach, die Preise anzuheben“, so Fotheringham. Doch das liege in weiter Zukunft, beim derzeitigen Trend der Kostensteigerungen wolle das SweerSixteen ausdrücklich nicht mitziehen, so Fotheringham: „Im Augenblick spielt das keine Rolle.“

So bleibt es in diesem Jahr bei Eintrittspreisen von 7 Euro (ermäßigt 6 Euro) im SweetSixteen. Auch in der Schauburg an der Brückstraße seien die Preise im Vergleich zu 2020 gleich geblieben, wie Erwin Rajkovcanin vom Lichtspiel- und Kunsttheater bestätigt. Das gelte auch für Getränke sowie Eis, Süß- und Salzwaren, wie Rajkovcanin versichert: „Eine Veränderung der Preise haben wir für 2021 nicht geplant.“ Tickets sind derzeit erhältlich für 10 Euro (Erwachsene) und 5 Euro (Kinder und Jugendliche). Hinzukommen Überlängenzuschläge von 50 Cent bis 2 Euro.

Tarife für städtische Hallenbäder und das Saunabad stagnieren

Um ein paar Bahnen in den Stadtbädern schwimmen zu können, werfen Bürger seit Anfang 2019 4 Euro (ermäßigt: 2,50 Euro) in die dortigen Geldautomaten. Dabei solle es bleiben, wie Anke Widow von der Stadt versichert: „Pläne, die Eintrittsentgelte zu verändern, gibt es zurzeit nicht.“

Wer im beheizten Solebad planschen oder in der Sauna entspannen will, hat ebenfalls Glück: Der Eintritt im Saunabad Wischlingen bleibe „konstant“, wie Regina Rimkus vom Revierpark Wischlingen auf Nachfrage bestätigt. Daran ändere sich auch im Herbst nichts, so Rimkus: „Die Preise bleiben so.“ Die Tarife für Erwachsene liegen bei 6 Euro für zwei und 8 Euro für vier Stunden. Für einen Tag im Saunabad fallen 9,50 Euro an. An Wochenenden und Feiertagen werden jeweils 50 Cent hinzugerechnet.

Herbstspaziergang durch den Westfalenpark

In den Lockdown-Tagen wurde es zu einer Art Hobby, sich draußen die Beine zu vertreten. Eine beliebte Adresse für Spaziergänger ist der Westfalenpark. Wer über das 70 Hektar große Gelände flanieren will, muss ab November die Wintertarife bezahlen. Tageskarten für Einzelpersonen ab sechs Jahren kosten 2 Euro, Kombikarten 4 Euro.

Bildungsnachmittag: Dauerausstellungen bleiben kostenlos

Der Eintritt in die Daueraustellungen der Dortmunder Museen bleibt gratis. Zu den bekannten Adressen für einen kleinen Bildungsnachmittag gehören etwa das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte, das Museum am Ostwall oder das Naturmuseum. Nur für die Sonderausstellungen fallen Preise an, die variieren.

Tierkunde im Zoo für reduzierte Preise

Der Zoo gehört zu den beliebten Ausflugszielen von Familien. Wer den Kleinsten die Welt der Tiere veranschaulichen will, muss in diesem Herbst nicht draufzahlen. Nach Auskunft der Stadt Dortmund werden für den Eintritt bis auf Weiteres reduzierte Eintrittspreise erhoben. Das bedeutet 7 Euro für eine Tageskarte, ermäßigt, 4,50 Euro. DO-Pass-Inhaber müssen sogar nur einen Euro hinlegen.