TU Dortmund rüstet sich mit einem Wachdienst fürs Corona-Semester

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Zu den Lockerungen nach dem Corona-Shutdown gehört auch eine teilweise Öffnung der Hochschulen. So reagieren die Technische Universität und die Fachhochschule Dortmund darauf.

Dortmund

, 17.04.2020, 20:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich hatten sich die Hochschulen aufgrund der Corona-Krise schon auf ein rein digitales Sommersemester vorbereitet. Doch Kanzlerin und Ministerpräsidenten einigten sich mit ihrem Beschluss am Mittwoch (15.4.) zur schrittweisen Öffnung auch auf wenige Lockerungen der Corona-Maßnahmen an den Hochschulen.

Dazu gehören neben der Abnahme von Prüfungen auch Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- beziehungsweise Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern. Auch Bibliotheken und Archive können unter Auflagen zu Hygiene, Steuerung des Zutritts und Vermeidung von Warteschlangen geöffnet werden.

Bereits am Donnerstag (16.4.) tagte an der TU Dortmund der Krisenstab. Ergebnis: Bis zum 4. Mai ändert sich nichts. Doch wie in dem Beschluss von Bundesregierung und Landesregierungen vorgesehen, werde die Universität die Zeit bis dahin als Vorlauf nutzen, um vom Referat für Arbeits- und Gesundheitsschutz einen Hygieneplan erarbeiten zu lassen, kündigte TU-Sprecherin Eva Prost auf Nachfrage an.

Keine Vorlesungen im Hörsaal

Zudem würden verschiedene Szenarien erarbeitet für das Arbeiten in Büros und Laboratorien sowie das Schreiben von Klausuren unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen. „Die Frage ist, wo lässt sich das umsetzen?“, so Eva Prost. „Eventuell“ seien Prüfungen und Labor-Praktika wieder am 4. Mai möglich.

Ganz normale Lehrveranstaltungen wie Seminare und Vorlesungen werde es nur online geben, betont die TU-Sprecherin. Die Uni-Bibliothek habe auch bislang unter strengen Schutzmaßnahmen für Notfälle geöffnet - bis hin zur Absprache, auf welchen Parkplatz ein auszuleihendes Buch gebracht werden sollte.

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Es sei aber der Wille, die Uni-Bibliothek zum Semesterbeginn am 20. April für die Literaturausleihe in Selbstbedienung zu öffnen, sagt Prost – allerdings mit Zugangsbeschränkungen: „Wir werden auch einen Wachdienst haben.“

FH startet digitales Semester

Die Fachhochschule bleibt bei ihrem Kurs, die bevorstehende Vorlesungszeit als rein digitales Semester zu fahren. FH-Rektor Prof. Dr. Wilhelm Schwick sagt: „Unsere FH startet am Montag das digitale Semester.“ Der Dank gelte allen Kollegen, die in den letzten Wochen mit Hochdruck daran gearbeitet hätten, den Studierenden ein Sommersemester zu ermöglichen.

„Wir stehen auch weiterhin dafür, unseren Studierenden, Beschäftigten und der Öffentlichkeit klar und verlässlich aufzuzeigen, wie wir unsere Lehre in dieser herausfordernden Zeit gestalten“, so Schwick.

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