Die Anzahl der Parkplätze auf der Wellinghofer Amtsstraße wird sich verändern

rnTurbulenter Ortstermin

Das Thema erhitzt die Gemüter. Es geht um das Parken in der Wellinghofer Amtsstraße, ein Tempolimit oder gar um eine Sperrung für Verkehre. Jetzt gibt es eine erste Lösung.

von Rüdiger Barz

Wellinghofen

, 11.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Ortstermin, auf Einladung der Bezirksvertretung Hörde, in der Wellinghofer Amtsstraße hätte einfach sein können - hätte. Sein Thema am Mittwochnachmittag (10. Juli) war die Parksituation in Höhe des Zebrastreifens im Bereich des evangelischen Kindergartens.

Die Wellinghofer Amtsstraße ist eine Hauptstraße zwischen dem Ortskern Wellinghofen und der Straße Holtbrügge, über sie ist unter anderem die Bundesstraße 54 zu erreichen.

Die Rufe nach Tempo 30 sind laut

Die Situation beim Termin vor Ort kann man schon fast als ein wenig chaotisch bezeichnen. Den zahlreich anwesenden Bürgerinnen und Bürgern ging es zum einen um die Parksituation, auch - und das war deutlich - in Verbindung mit dem örtlichen „Prävent Centrum“, zum anderen lag vielen auch die sofortige Einrichtung eines Tempolimits von 50 auf 30 sehr am Herzen. Denn 50 fahren hier nicht alle. Immerhin: Zumindest vor dem Kindergarten gilt schon länger Tempo 30.

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Zudem sei das Parken in nahezu 100 Prozent der Fälle nicht regelgerecht. Das wissen auch die Anwohner. Doch sie argumentieren, dass, wenn man ordentlich parken würde, es schon vielfach zu Schäden an den Fahrzeugen gekommen sei. Eine vernünftige Durchfahrtsbreite wäre dann aber kaum noch gegeben, wenn man sein Auto auf der Straße abstellt.

Die Anzahl der Parkplätze auf der Wellinghofer Amtsstraße wird sich verändern

Franz Swaton zeigt auf die Stelle, die kurzfristig mit Pfosten versehen werden wird. © Rüdiger Barz

Am Zebrastreifen in Höhe des evangelischen Kindergartens gibt es jetzt zeitnah eine einschneidende Lösung. Der stellvertretende Bereichsleiter des Tiefbauamtes Franz Swaton sagt: "Ich habe nun Kenntnis über die örtlichen Gegebenheiten. Durch die parkenden Fahrzeuge am Überweg wird die Sicht auf diesen zu stark eingeschränkt - Kinder sind bei der Querung gefährdet".

„Alles Schwachsinn“, sagen die Anwohner

"Kurzfristig, innerhalb von ein beziehungsweise zwei Wochen werden wir im Bereich des Fußgängerüberweges das Parken einschränken", so Swaton. "Die Sichtachsen auf die Querung und die Aufstellfläche für Passanten müssen frei von ruhendem Verkehr sein. Es wird weniger Parkraum geben".

Die Anzahl der Parkplätze auf der Wellinghofer Amtsstraße wird sich verändern

Auf dem Plan gut zu erkennen: die Sichtbereiche, die um den Zebrastreifen (Mitte) frei bleiben müssen. © Rüdiger Barz

Und der stellvertretende Bereichsleiter hat mitunter Schwierigkeiten, seinen Erklärungen Gehör zu verschafffen. Immer wieder wird er durch die Rufe nach einer durchgehenden Tempo-30-Regelung oder die Forderung nach einer Sperrung für den Schwerlastverkehr unterbrochen. Dass die Wellinghofer Amtsstraße eine Hauptverkehrsstraße sei und zum Vorbehaltsnetz gehöre, sei Schwachsinn und diene lediglich dem Ruhigstellen der Leute, ist laut aus der Bürgerrunde zu hören.

Die Anwohnerin Elke Steingräber, engagierte und stete Mahnerin, zeigt sich zum Ende des mitunter zwiespältigen Ortstermines dann auch nur in Teilen zufrieden. "Es ist sehr gut, wenn nun eine Regelung kommt und die Kinder dadurch ein Stück weit sicherer sind. Man muss jetzt keine Angst mehr haben - hoffentlich.“

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