U-Bahn-Haltestelle hat sechs neue Fahrtreppen im XXL-Format

Märkische Straße

Sie sind lang und sie sind nagelneu. An der U-Bahn-Haltestelle Märkische Straße wurden jetzt sechs neue Fahrtreppen im XXL-Format in Betrieb genommen. Der Einbau war eine logistische Meisterleistung. Die Arbeiten erstreckten sich über ein halbes Jahr. Wir verraten, was der neue "Fahrspaß" gekostet hat.

Dortmund

, 01.08.2017, 02:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rekordverdächtig: An der U-Bahn-Station Märkische Straße befördern nun 114 Tonnen die Fahrgäste auf einer Strecke von 186 Metern bergauf und bergab.

Doppelt so lang wie eine Kaufhaus-Rolltreppe

In den vergangenen sechs Monaten hat DSW21 am Zugang „Westfalentor“ sechs Fahrtreppen erneuert. Die letzte Rolltreppe wurde am vergangenen Freitag planmäßig fertiggestellt und ist nun ebenfalls fahrtüchtig. Mit einer Länge von 31 Metern und einem Gewicht von 19 Tonnen pro Treppe gehören die Rolltreppen an der Märkischen Straße zu den größten von DSW21 betriebenen ihrer Art in Dortmund. Sie sind damit etwa doppelt so lang wie eine typische Kaufhaus-Rolltreppe.

Über 30 Jahre alt

Die alten Rolltreppen waren aus den 80er-Jahren und damit über 30 Jahre alt. „Bei guter Pflege und wenig Vandalismus halten Rolltreppen zwischen 20 und 30 Jahre“, sagt DSW21-Pressesprecherin Britta Heydenbluth. Aber alte Rolltreppen werden mit den Jahren immer störanfälliger und schlucken zu viel Strom. „Wir möchten unseren Fahrgästen die Zuverlässigkeit unserer Rolltreppen garantieren“, sagt Britta Heydenbluth.

Logistisch waren die Arbeiten an der Ophoff-Kreuzung, an die die Haltestelle grenzt, sehr aufwendig. Das bedeutet, es gab wenig Spielraum für Tieflader und schweres Gerät. Die Spezialfirma Scholpp in Berlin, mit mehreren Niederlassungen, führte die Bauarbeiten durch. Um die alten Rolltreppen auszubauen, mussten die Zugänge nacheinander abgesperrt und die Decken über den Rolltreppen geöffnet werden. Während der Bauarbeiten lotsten Umleitungen die Fahrgäste zu den jeweiligen Bahngleisen in Richtung Stadtmitte und Hörde/Aplerbeck.

Ausbau in Einzelstücken

Die Scheiben des Glasüberbaus am Eingang der Haltestelle wurden abmontiert und die Treppen in jeweils sechs Einzelstücken abtransportiert. Kran und Flaschenzug beförderten das neue Rollwerk in die Tiefe.

Die Haltestelle Märkische Straße hat drei Eingänge mit insgesamt zehn Rolltreppen. Der VRR förderte den Austausch, der 1,4 Millionen Euro kostete. In Dortmund gibt es 189 Fahrtreppen, die von DSW21 betrieben werden.

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