Über 400 Einsätze: Schwere Unwetter hielten Feuerwehr am Wochenende in Atem

rnUnwetter-Bilanz

Versunkene Autos, überflutete Straßen: Gleich zwei Tage in Folge ist Dortmund am Freitag und Samstag von heftigem Regen und Gewittern heimgesucht worden. Eine Straße traf es besonders schwer.

Dortmund

, 17.08.2020, 16:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die amtlichen Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes trafen für Dortmund diesmal zu: Gewitter, Starkregen und Hagel sorgten für überflutete Straßen, versunkene Autos und vollgelaufene Keller. Rund 420 Einsätze in zwei Tagen lautete am Sonntag die Bilanz der Feuerwehr zu den Unwettern am Freitag (14.8.) und Samstag (15.8.). Neben der Berufsfeuerwehr waren fast alle Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr in Alarmbereitschaft.

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Mehrere Straßen wurden gesperrt, die Einsatzstellen lagen weit in der Stadt verteilt. Auch die umliegenden Autobahnen seien laut der Polizei „in einigen Bereichen“ betroffen gewesen.

Besonders schlimm erging es an beiden Tagen dem Dortmunder Westen. Die Emscherallee in Huckarde etwa stand regelrecht unter Wasser. Sogar Autos seien teilweise vollgelaufen.

Verstopftes Pumpensystem an der Emscherallee

Aufgrund einer Verstopfung im Pumpensystem, das als Ersatz für einen eingebrochenen Kanal dient, konnte das Wasser hier nicht abfließen, heißt es seitens der Stadt Dortmund.

Dazu kommt: „Der Boden kann das viele Wasser nach der Trockenheit nicht aufnehmen“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Viele Abflüsse seien auch dadurch verstopft, dass viele Bäume schon einiges an Laub verloren haben.

Von den 70 Unwetter-Einsätzen am Freitagabend hatten 64 mit Wasserschäden zu tun. Bei den anderen drehte es sich um umgeknickte Bäume und Äste, heißt es seitens der Feuerwehr.

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Unwetter lässt Autos auf Dortmunds Straßen im Starkregen versinken

Beim Unwetter am Freitag hatte die Feuerwehr in Dortmund vor allem mit Wasserschäden zu kämpfen. Besonders stark betroffen waren die Straßen Mailoh, Emscher Allee und Huckarder Allee in Huckarde.
15.08.2020
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Beim Unwetter am Freitagabend hatte die Feuerwehr in Dortmund vor allem mit Wasserschäden zu tun.© Schaper
Beim Unwetter am Freitagabend hatte die Feuerwehr in Dortmund vor allem mit Wasserschäden zu tun.© Schaper
Beim Unwetter am Freitagabend hatte die Feuerwehr in Dortmund vor allem mit Wasserschäden zu tun.© Schaper
Beim Unwetter am Freitagabend hatte die Feuerwehr in Dortmund vor allem mit Wasserschäden zu tun.© Schaper
Beim Unwetter am Freitagabend hatte die Feuerwehr in Dortmund vor allem mit Wasserschäden zu tun.© Schaper
Beim Unwetter am Freitagabend hatte die Feuerwehr in Dortmund vor allem mit Wasserschäden zu tun.© Schaper
Beim Unwetter am Freitagabend hatte die Feuerwehr in Dortmund vor allem mit Wasserschäden zu tun.© Schaper
Beim Unwetter am Freitagabend hatte die Feuerwehr in Dortmund vor allem mit Wasserschäden zu tun.© Schaper
Beim Unwetter am Freitagabend hatte die Feuerwehr in Dortmund vor allem mit Wasserschäden zu tun.© Schaper
Beim Unwetter am Freitagabend hatte die Feuerwehr in Dortmund vor allem mit Wasserschäden zu tun.© Schaper
Beim Unwetter am Freitagabend hatte die Feuerwehr in Dortmund vor allem mit Wasserschäden zu tun.© Schaper
Beim Unwetter am Freitagabend hatte die Feuerwehr in Dortmund vor allem mit Wasserschäden zu tun.© Schaper
Beim Unwetter am Freitagabend hatte die Feuerwehr in Dortmund vor allem mit Wasserschäden zu tun.© Schaper
Besonders stark vom Unwetter betroffen war der Bereich im Mailoh.© Helmut Kaczmarek
Besonders stark vom Unwetter betroffen war der Bereich im Mailoh.© Helmut Kaczmarek
Besonders stark vom Unwetter betroffen war der Bereich im Mailoh.© Helmut Kaczmarek
Besonders stark vom Unwetter betroffen war der Bereich im Mailoh.© Helmut Kaczmarek
Besonders stark vom Unwetter betroffen war der Bereich im Mailoh.© Helmut Kaczmarek
Besonders stark vom Unwetter betroffen war der Bereich im Mailoh.© Helmut Kaczmarek
Besonders stark vom Unwetter betroffen war der Bereich im Mailoh.© Helmut Kaczmarek

Am Samstagnachmittag etwa ab 15.30 Uhr kam es dann noch dicker: Hier verzeichnet die Feuerwehr rund 350 Einsätze bis in die Abendstunden. Wieder war der Westen besonders gebeutelt.

Auch hier zeigen Bilder von der Emscherallee eine komplett überflutete Straße, halb versunkene Autos und Feuerwehrfahrzeuge, die mit Blaulicht geradezu auf dem Wasser surfen.

Die Emscherallee im Dortmunder Stadtteil Huckarde war besonders stark betroffen. Hier ein Bild von Samstag.

Die Emscherallee im Dortmunder Stadtteil Huckarde war besonders stark betroffen. Hier ein Bild von Samstag. © Renè Suchocki

An der Adalbertstraße in Dorstfeld stand beispielsweise eine ganze Tiefgarage unter Wasser und musste leer gepumpt werden.

Taxifahrer und Fahrgast müssen gerettet werden

Kritisch wurde es dann unter anderem an der Heyden-Rynsch-Straße, ebenfalls in Dorstfeld. Hier hatte sich ein Taxi unter einer Unterführung in einer Senke festgefahren und war zur Hälfte im Wasser versunken.

Der Fahrer und sein weiblicher Fahrgast mussten aus dem Fahrzeug gerettet werden. Ein Paar aus Lünen befreite sie, noch bevor die Feuerwehr zur Hilfe eilen konnte.

In Lichtblick: Trotz allem sei laut Feuerwehr am Samstag niemand ernsthaft verletzt worden.

Kartoffeln fluten Straßen im Osten

Ein kurios anmutender Einsatz ergab sich dann am Samstag im Dortmunder Osten. Neben Wasser und Schlamm fluteten auch tausende Kartoffeln mehrere Straßen in Asseln. Unter anderem betroffen war der Asselner Hellweg. In einer Meldung der Feuerwehr heißt es, das sei ein Einsatz gewesen, „den man so nicht alle Tage erlebt“.

Im Ortsteil Asseln wurden große Mengen an Kartoffeln von einem Feld auf die Straßen gespült.

Im Ortsteil Asseln wurden große Mengen an Kartoffeln von einem Feld auf die Straßen gespült. © Feuerwehr Dortmund

Ursache für die Kartoffelflut war demnach, dass der Regen die Knollengewächse von einem Acker auf die Straßen spülte.

Am Samstagabend beruhigte sich die Lage dann. Gegen 20.30 Uhr lief auch der Verkehr auf Dortmunds Straßen wieder weitestgehend störungsfrei.

Auch zu Wochenbeginn bleibe die Lage weiter unbeständig, betonte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Sonntag. Schauer und Gewitter seien weiter möglich, unwetterartige Entwicklungen wie am Wochenende dagegen eher fraglich.

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Bei dem Unwetter am Samstagnachmittag (15.8.) sorgten die heftigen Regenfälle erneut für überflutete Straßen. Ein Taxifahrer und sein Fahrgast steckten in den Wassermassen fest. Von Carolin West

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