Überraschung für A40-Horror-Ausfahrt: Geplante Ampel ist nur eine Übergangslösung

rnGefährliche Kreuzung

Die Situation an der A40-Ausfahrt Lütgendortmund bleibt noch lange Zeit kritisch. Nun sehen sich die Politiker mit einer weiteren Überraschung aus der Stadt-Verwaltung konfrontiert.

Lütgendortmund

, 11.12.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf einmal ging alles ganz schnell: Kaum hatte diese Redaktion Anfang Dezember 2019 über die „Horror-Ausfahrt A40“ und das lange Warten auf die von Oberbürgermeister Ullrich Sierau versprochene Ampelanlage berichtet, landete das Thema auf der Tagesordnung der Dezember-Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Lütgendortmund.

Die Unterlage der Stadt-Verwaltung überraschte: Denn plötzlich soll die geplante Ampel an der unfallträchtigen Kreuzung der Ausfahrt A40 mit den Straßen Wilhelmshöh und Werner Hellweg in Lütgendortmund nur eine Übergangslösung sein. „Langfristig wird hier jedoch eine Umbaulösung der Kreuzung zu einem Kreisverkehr verfolgt“, schreibt die Verwaltung. Bislang hatte es geheißen, der vorhandene Platz reiche dafür nicht aus.

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Die Argumente der Stadt-Verwaltung für den Bau der Ampel dürfte die örtlichen Politiker verwundert haben. So heißt es in der Vorlage: „Um der vorhandenen Situation kurzfristig Abhilfe verschaffen zu können, wurde auf eine komplette Umplanung der Kreuzung verzichtet.“ Bereits seit Jahren fordert die BV eine Entschärfung des Knotenpunkts – kurzfristiges Handeln sieht anders aus.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Stadt-Verwaltung mit anderen Aussagen zum Zeitplan überrascht. Während Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau vor einigen Monaten zugesagt hatte, die Ampel solle noch 2019 kommen, stellte Stadtsprecher Christian Schön Anfang Dezember den frühest möglichen Baubeginn erst für August 2020 in Aussicht.

Ampel und zusätzliche Abbiegespuren sollen die A40-Ausfahrt entschärfen

Das erste volle Nutzungsjahr der Ampelanlage fällt der Vorlage aus der Verwaltung zufolge sogar erst ins Haushaltsjahr 2022. Die Umgestaltung des Knotenpunkts kostet rund 455.000 Euro. Die Finanzierung teilen sich die Stadt Dortmund und der Landesbetrieb Straßenbau NRW (rund 30 Prozent).

Die Ampel soll dann nicht die einzige Neuerung an der Horror-Ausfahrt sein. Der Kreuzungsbereich soll durch zusätzliche Abbiegespuren erweitert werden. Die Markierung und die Beschilderung werden laut Vorlage entsprechend angepasst, der südliche Kreuzungsbereich werde nicht angetastet.

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Der Radverkehr soll mit Hilfe eines zwei Meter breiten Radfahrstreifens über den Knotenpunkt geführt werden, um so die Sicherheit der Radfahrer zu erhöhen. Außerhalb der Kreuzung soll es in Höhe der Straße Weitacker eine Fußgängerampel geben.

Überraschung für A40-Horror-Ausfahrt: Geplante Ampel ist nur eine Übergangslösung

Vor allem der kombiniert geführte Geradeaus- und Linksabbieger-Verkehr sorgt an der A40-Ausfahrt für Rückstaus. Häufig nutzen Autofahrer verbotenerweise die Rechtsabbieger-Spur zum Geradeausfahren oder gar zum Linksabbiegen. © Reiner Uhlenbrock

Ausschuss entscheidet erst im Februar 2020

Erwartungsgemäß sprach sich die BV einstimmig für die Vorlage aus. In ihre Zuständigkeit fällt allerdings nur eine Empfehlung, den Beschluss wird der Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften am 6. Februar 2020 fassen.

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