Übungseinsatz - Rettung in 65 Metern Höhe

Thier-Gelände

DORTMUND Die Feuerwehr übte den Ernstfall: Eine Person sollte von einem 65 Meter hohen Kran gerettet werden. Wir waren bei dem spektakulären Einsatz auf der Großbaustelle für das ECE-Einkaufszentrum dabei.

von Von Peter Bandermann

, 25.03.2010, 09:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zumindest schwindelfrei muss ein Höhenretter sein.

Zumindest schwindelfrei muss ein Höhenretter sein.

Kollegen der Dortmunder Berufsfeuerwehr weisen der Kollegin von der Freiwilligen in Eisingersdorf (bei Augsburg) den Weg und zeigen mit dem Finger auf die Spitze eines Baukrans: „Da geht‘s rauf“, sagen sie mit einem breiten Grinsen. „Unfallopfer“ Heidi lässt sich nicht lange bitten, steigt dem Kran aufs Fundament und klettert senkrecht eine Leiter hinauf. Oben angekommen, über den Dächern von Dortmund, genießt sie die Aussicht auf die Großstadt. Viel Grün ist hier oben, in 65 Metern Höhe, nicht zu erkennen. Anders als in Eisingersdorf. Aber um schöne Aussichten geht es nicht. Heidi Pfeiffenberger soll sich einfach nur auf die Trage legen und mit Höhenretter Malte Schuster auf den Boden der Tatsachen zurückkehren.

Sie zückt ihre kleine Digitalkamera aus der Tasche, fotografiert „ihre Retter“, lacht dabei und muss den einen oder anderen Spruch einstecken. Zwischendurch ist es immer wieder ernst. Kurze Kommandos und Absprachen. Alles muss sitzen. Karabinerhaken klicken, Seile surren. Martin Schober und Thomas Lauenstein arbeiten konzentriert Hand in Hand, übergeben dem über die Brüstung gekletterten Kollegen Malte Schuster die orangefarbene Trage. Der aktiviert die Seilwinde – und es geht abwärts. Unten angekommen, nehmen die Höhenretter die Kollegin aus Bayern fürs Foto noch einmal auf den Arm. Das Bild symbolisiert Team-Arbeit. Was sie in Dortmund lernte? „Man muss immer jemanden checken und eine Entscheidung trifft man nie allein.“ 

Dortmund am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter Über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Lesen Sie jetzt