Radwall auf dem Wall ist nicht nur baustellenbedingt zurzeit abenteuerlich. © Kevin Kindel (A)
Meinung

Umbaupläne für den Wall: Die Verkehrswende ist nicht aufzuhalten

Der Wallring rund um die Dortmunder City soll umgebaut werden, um mehr Platz für Radfahrer zu bieten. Es ist ein Kompromiss, mit dem jeder leben können sollte, meint unser Autor.

Die höchst unterschiedlichen Meinungen prallten schon beim ersten Online-Bürgerforum zum angestrebten Umbau des Wallrings Ende Januar aufeinander. Hartgesottene Autofahrer wollen alle Fahrspuren auf dem Wall behalten, vehementen Radfahr-Verfechtern gehen die Umbaupläne der Verkehrsplaner dagegen nicht weit genug.

Klar ist: So bleiben, wie es ist, kann es nicht. Der Wallring ist heute auf weiten Strecken eine Zumutung und ein Gefahrenherd für Radfahrer. Und dass der Radverkehrsanteil zunimmt, ist schon jetzt unübersehbar.

Die Konsequenz ist; dass der Verkehrsraum auf dem Wall neu aufgeteilt werden muss. Es liegt in der Natur der Sache, dass dies nur zu Lasten des Autoverkehrs gehen kann, der ja nicht nur hier einen Großteil der Fläche beansprucht. Eine Fahrspur an den Radverkehr abzutreten ist dabei die naheliegendste Lösung, auf die nun auch die übrig gebliebenen Varianten der Verkehrsuntersuchung hinauslaufen.

Dass es dabei Sinn macht, den Radwall, der jetzt mit Millionenaufwand am Ostwall und Schwanenwall entsteht, einzubeziehen, ist dabei ein Gebot der Vernunft. Der Rest ist ein Kompromiss, mit dem auch Autofahrer leben können.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich
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