Umzugspläne des Gesundheitsamts werden konkret

Café "Kick" betroffen

Der geplante Umzug des Gesundheitsamtes von der Hövelstraße ins alte Postgiroamt am Hohen Wall gewinnt an Kontur: Die Mietverträge sind ausgehandelt. Und auch für die Drogenhilfeeinrichtung mit dem Café "Kick" gibt es nun eine Standort-Lösung.

DORTMUND

, 18.04.2016, 06:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diese Parkplätze sollen mit dem Neubau für die Drogenhilfe bebaut werden.

Diese Parkplätze sollen mit dem Neubau für die Drogenhilfe bebaut werden.

Mitte 2017 sollen die Räumlichkeiten im alten Postgiroamt bezugsfertig sein - im Geiste können die insgesamt 174 Mitarbeiter im Gesundheitsamt schon mal die Umzugskartons packen. Nach langem Hin und Her macht die Verwaltung nun Nägel mit Köpfen und will im Herbst des laufenden Jahres die Vermarktung ihres denkmalgeschützten Gebäudekomplexes starten.

Der Makel: Der zwischen 1958 und 1961 errichtete Bau ist stark sanierungsbedürftig. Bereits 2010 waren die Sanierungskosten mit 22 Millionen Euro beziffert worden.

Das künftige Domizil

Im künftigen Domizil, dem ehemaligen Postgiroamt, soll das Gesundheitsamt rund 7000 von insgesamt 11.000 Quadratmetern beziehen. Die mit der Eigentümer-Firma Diag ausgehandelte Kaltmiete liegt knapp unter zehn Euro pro Quadratmeter – und somit auch unterhalb jener 10,78 Euro/Quadratmeter, die die Stadt sonst im Mittel für ihre angemieteten Objekte in der Innenstadt zahlt.

Das funktioniert, weil die Stadt den eigentlich auf 15 Jahre begrenzten Mietvertrag auf 25 Jahre erhöht. Denn die  vereinbarte Miete umfasst zusätzlich die Drogenhilfeeinrichtung, die ebenfalls vom Eisenmarkt zum alten Postgiroamt ziehen soll. Sie wird jährlich von rund 660 Menschen genutzt.

Rund 750 Quadratmeter großer Neubau

Ihr Weg soll sie künftig in einen rund 750 Quadratmeter großen Neubau führen, den die Firma Diag auf dem Parkplatz-Areal an der Rückfront des alten Postgiroamtes errichtet. Geplant ist ein eigenständiger Baukörper im Form eines Flachbaus mit einem auskragenden Vordach. Der Parkplatz ist von einer Mauer umgeben, die das Gelände vom Fußweg und neugierigen Blicken abschirmt.

Der Standort genüge den Anforderungen der Aids-Hilfe als Betreiberin des Café „Kick“ und sei mit den Sicherheitsbehörden abgestimmt, lässt die Verwaltung die Politik wissen. Sie soll nun in der Ratssitzung am 28. April über das Gesamtpaket entscheiden.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt