Unbekannter zieht Notbremse im Zug, um den Lokführer zu bestehlen

Regionalexpress

Auf so eine Idee muss man erst mal kommen: Um an den Rucksack eines Lokführers zu kommen, ließen Unbekannte einen Zug in Dortmund stoppen. Der Wert der Beute hielt sich in Grenzen.

Dortmund

, 15.12.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zu einem dreisten Diebstahl soll es in der Nacht zu Samstag (14.12.) in einem Regionalexpress-Zug in Dortmund gekommen sein. Unbekannte betätigten die Notbremse des Zuges. Als der Lokführer daraufhin seinen Platz verließ, stahlen Unbekannte seinen Rucksack. Die Bundespolizei schätzt den Schaden auf 100 Euro.

Gegen 0.30 Uhr wurde der Diebstahl im RE1 (von Kamen in Richtung Dortmund unterwegs) bekannt. Als der Zug im Hauptbahnhof eintraf, informierte der Lokführer des Zuges die Bundespolizei über seinen geklauten Rucksack. Später fand er ihn auf einer Zugtoilette wieder - allerdings fehlten mehrere Gegenstände: Kopfhörer, Ladekabel, ein Ladegerät und Schlüssel.

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Zwei Verdächtige werden befragt - und dann wieder freigelassen

Nach Angaben des Bahnmitarbeiters könnten zwei Männer in dem Zug als Tatverdächtige in Frage kommen. Bei diesen handelte es sich um einen 21-jährigen Oberhausener und einen 37-jährigen Dortmunder. Die Befragung weiterer Zeugen erhärtete den Tatverdacht gegen die beiden polizeibekannten Männer jedoch nicht.

Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls, Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein.

Ob durch die Vollbremsung Personen im Zug, etwa durch Stürze, zu Schaden gekommen sind, war den Ermittlern am Sonntag nicht bekannt.

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