Unfallflucht: BVB-Star Guerreiro muss erneut vor Gericht

Borussia Dortmund

Überraschung im Fall "Raphael Guerreiro": Die Unfallflucht des BVB-Profis wird doch noch einmal die Justiz beschäftigen. Die Staatsanwaltschaft will das Urteil des Dortmunder Amtsgerichts nicht akzeptieren.

DORTMUND

24.08.2017, 16:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
BVB-Star Raphael Guerreiro hier beim Prozess vor dem Amtsgericht Dortmund.

BVB-Star Raphael Guerreiro hier beim Prozess vor dem Amtsgericht Dortmund.

Guerreiro war in der vergangenen Woche zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Gleichzeitig war dem BVB-Spieler auferlegt worden, 90.000 Euro an karitative Einrichtungen zu zahlen. Eine ursprünglich angedachte Führerscheinsperre hatte es nicht gegeben.

Staatsanwaltschaft legt Berufung ein

Im Prozess vor dem Dortmunder Amtsgericht hatte zwar alles danach ausgesehen, dass mit dieser Lösung jeder leben kann. Doch genau das ist nicht der Fall. Wie Gerichtssprecher Jan Schwengers am Donnerstag bestätigte, hat die Staatsanwaltschaft Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Damit werden die Karten noch einmal neu gemischt. Der Fall geht jetzt automatisch ans Dortmunder Landgericht, wo sich eine Berufungskammer mit den Akten befassen muss. Dabei könnte es für Guerreiro durchaus ungemütlich werden. Theoretisch ist dann nämlich alles möglich – auch eine deutlich härtere Bestrafung, bis hin zu einem mehrmonatigen Führerscheinentzug. Wann der Berufungstermin stattfinden wird, ist natürlich noch nicht bekannt.

Unfall in Brackel

Guerreiro war am 21. November 2016 mit seinem Porsche 911 beim Abbiegen vom Wieckesweg in den Breierspfad in einen Unfall verwickelt und trotzdem weitergefahren. „Er hatte danach einen Blackout“, hatte sein Anwalt Alfons Becker im ersten Prozess gesagt. Der 23-Jährige sei überfordert gewesen, besonders wegen der Verständigungsprobleme. „Aus diesem Grund ist er kopflos geflohen.“ Schaden damals: rund 2000 Euro. Diese Summe hatte Guerreiro aber praktisch sofort beglichen. 

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