Uni-Kreuzung bekommt doch keinen Kreisverkehr

Umbau am Vogelpothsweg

Kommando zurück: In den nächsten Wochen soll die Politik über die Umgestaltung des Vogelpothswegs im Bereich der Universität entscheiden - inklusive Erneuerung der veralteten Ampelanlage an der Kreuzung mit der Emil-Figge-Straße. Ein Kreisverkehr ist dort nicht mehr vorgesehen. Die Sache hat aber einen Haken.

BAROP

, 09.03.2017, 01:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Vogelpothsweg am Campus Nord wird umgestaltet. Die Kreuzung mit der Emil-Figge-Straße bekommt eine neue Ampelanlage.

Der Vogelpothsweg am Campus Nord wird umgestaltet. Die Kreuzung mit der Emil-Figge-Straße bekommt eine neue Ampelanlage.

So wird das Bauvorhaben deutlich teurer, als ursprünglich geplant. Ein Kreisverkehr anstelle der Ampelkreuzung war auf Wunsch der Politik 2015 in die Planung aufgenommen worden. Im November vergangenen Jahres wurde die Entscheidung dann allerdings revidiert.

Denn das Behindertenpolitische Netzwerk hatte darauf hingewiesen, dass Sehbehinderte und Blinde, die oft Einrichtungen an der Uni in diesem Bereich aufsuchen, mit der Überquerung der Straße ohne akustisches Ampelsignal an der viel befahrenen Kreuzung große Probleme hätten.

Planungen überarbeitet

Nach der Kehrtwende hat das Tiefbauamt die Planungen nun noch einmal überarbeitet. Eines der Ergebnisse: Es wird teurer. Rund 325.000 Euro waren 2015 für den Gesamtumbau veranschlagt. Jetzt soll der Finanzausschuss über eine Investitionssumme von 595.000 Euro entscheiden.

Als Gründe werden Preissteigerungen durch die Zeitverzögerung und eine Erweiterung der Fahrbahn-Erneuerung genannt. Ein Schwerpunkt des Umbaus in den Jahren 2018 und 2019 ist der barrierefreie Ausbau der Bus-Haltepunkte unter der Mensabrücke.

Thema in der Bezirksvertretung Hombruch

Die Bezirksvertretung Hombruch hat am Dienstag der Vorlage des Tiefbauamtes keine Empfehlung ausgesprochen – und zwar einstimmig. Die Bezirksvertreter wollen an einem Kreisverkehr festhalten, der auch für Blinde und Sehbehinderte geeignet ist. „Die Verwaltung hätte ihre Hausaufgaben machen sollen“, sagte Hans-Jürgen Grotjahn als Fraktionsvorsitzender der CDU, weil das Tiefbauamt „offensichtlich“ von einer Prüfung dieses Vorschlages abgesehen habe.

 

 

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