Unruhe an der Imbissbude: Urteil gegen mutmaßlichen Hammerschläger

Landgericht Bochum

Nach einer mutmaßlichen Hammerattacke an einer Imbissbude droht einem geistig verwirrten Unruhestifter aus Dortmund die Psychiatrie-Einweisung. So hat das Gericht letztlich geurteilt.

Bochum/Dortmund

, 29.05.2021, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Bochumer Landgericht hat einen psychisch labilen Dortmunder mangels Schuldfähigkeit von allen Vorwürfen freigesprochen.

Das Bochumer Landgericht hat einen psychisch labilen Dortmunder mangels Schuldfähigkeit von allen Vorwürfen freigesprochen. © Werner von Braunschweig

Aufatmen für einen mutmaßlichen Hammerschläger aus Dortmund: Das Bochumer Landgericht hat den psychisch labilen Angeklagten aus dem Unionviertel mangels Schuldfähigkeit von allen Vorwürfen freigesprochen.

Im Mittelpunkt des Prozesses vor der 4. Strafkammer standen drei mutmaßliche Wut- und Gewaltattacken. Die Staatsanwaltschaft hatte die Zwischenfälle zwischen Dezember 2018 und Juli 2019 ursprünglich als so bedenklich einstuft, dass sie eine unbefristete Unterbringung des 61-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus anstrebt hatte.

Beweise für die Schläge lagen nicht vollständig vor

Am 14. Dezember 2018 sollte der Angeklagte am Imbiss „Curry Heini“ in Waltrop einem anderen Mann grundlos mit einem Hammer auf die Hand geschlagen haben. Außerdem sollte der 61-Jährige in seinem früheren Wohnhaus mehrmals mit einem Besen auf einen Hausnachbarn eingeschlagen haben.

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In der Beweisaufnahme ließen sich jedoch letztlich nicht alle Vorwürfe aufrechterhalten, insbesondere was die Schlaggegenstände angeht. Unabhängig davon war eine Verurteilung nach dem Gutachten eines psychiatrischen Sachverständigen aber jedenfalls auch wegen krankheitsbedingter Schuldunfähigkeit ausgeschlossen.

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Weil sich der Dortmunder inzwischen deutlich stabilisiert hat, sahen die Bochumer Richter auch von einer Psychiatrie-Einweisung zum Schutz der Allgemeinheit ab.

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