Unsere persönlichen Empfehlungen für den ersten Festivaltag bei Juicy Beats

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Es wird ein Festival-Freitag so voll wie nie beim Juicy Beats. Damit die Orientierung einfacher wird, haben wir uns eine Route ausgedacht. Ganz ohne etwas zu verpassen, geht es aber nicht.

Dortmund

, 27.07.2018, 11:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im vierten Jahr gibt es den Festivalfreitag - man kann sich kaum noch erinnern, dass das Juicy Beats 20 Jahre lang ein Ein-Tages-Festival war.

Erstmals wird er nun komplett zum Party-Tag mit sattem Musikprogramm bis 3 Uhr ausgerufen. Bands auf drei Bühnen, dazu ordentlich DJ-Betrieb im gesamten Westfalenpark – da fällt die Auswahl nicht leicht.

So kommen Besucher gut durch den ersten Tag bei Juicy Beats

Reporter Felix Guth ist seit den ersten Tagen beim Juicy Beats. Das sind seine Tipps für den ersten Festivaltag:

Mein Festivaltag beginnt mit einem Aufruf: Geht es ruhig an, sucht Schatten, sorgt für das richtige Alkohol/Nicht-Alkohol-Verhältnis und nutzt die kostenlosen Wasserstellen. So lässt sich die Musik viel besser genießen.

Mein Konzerttag beginnt um 15 Uhr auf der „Dortmund.Macht.Lauter“-Stage am Café Durchblick. Natürlich darf ein Dortmunder die ersten Töne des Festivals spielen. Hannes Weyland und Band eröffnen den Bandreigen.

Der Besuch an dieser Bühne mit dem Zitronenlogo lohnt sich den gesamten Tag, wenn bis 21 Uhr noch das Tanzorchester Paschulke, Nepomuk, Schwarzpaul und The Day spielen. Es ist eine der kleinsten Bühnen auf Dortmunds größtem Festival – aber eben eine, die zeigt, was alles an guter Musik in Dortmund geht.

Den erhitzten Körper kühlen – das wird gegen 18.30 Uhr ein dringender Wunsch werden. Susanne Blech werden dann die 2nd Mainstage eröffnet haben und mit ihrem Elektro-Punk ordentlich für Bewegung gesorgt haben.

Danach Yung Hurn auf der zweiten Hauptbühne? Gute Frage. Sein Cloudrap und seine undurchsichtige Attitüde sind ein Zeitgeist-Phänomen, Autotune-Stimmen aber auch einfach anstrengend. Doch da er am Freitagvormittag wegen Krankheit seinen Auftritt absagen musste, bleibt mir die Entscheidung erspart. Also dann: ehrlicher deutsche Gitarren-Pop mit Von Wegen Lisbeth (17.45 Uhr, Mainstage).

Grossstadtgeflüster oder rote Ohren mit SXTN?

Grossstadtgeflüster schlagen danach SXTN, weil sie ich sie beim letzten Juicy-Beats nicht sehen konnte und sehr interessant finde. Wobei: Die Power, mit das Frauen-Duo SXTN seine Raps serviert, wäre schon spannend zu erleben. Rote Ohren wegen vieler expliziter Wörter sind hier garantiert.

Bis sich dann die all-juicybeatliche Bock-Frage vor dem Hauptact (ab 20.45 Uhr) stellt: Bock auf Elektro oder Bock auf Rock? Kraftklub sind der größte Name auf dem Festival-Plakat. Dass sie live immer etwas abreißen, ist bekannt. Dass sie auf ihren beiden jüngsten Platten nicht unbedingt stärker geworden sind, ist meine persönliche Meinung. Doch ich werde wohl nicht an der Festwiese vorbeikommen. Und am Ende werde ich es gut finden. Denn die Attitüde stimmt bei dieser Band, die die Hit-Frequenz ist hoch.

Eine Viertelstunde Four-to-the Floor und Breakbeats mit Boys Noize ist laut Zeitplan trotzdem drin – die gönne ich mir.

Autoscooter, Silent Disco und Elektro-Floors

Der Plan für das abschließende Party-Programm: noch offen. Ob ein Autoscooter meinen Disko-Erlebnis-Horizont positiv bereichert? Ich sehe es mir zumindest mal an. Silent Disco ist erfahrungsgemäß ein spezielles Erlebnis. Und am besten sind Juicy-Beats-Nächte ohnehin, wenn man sich treiben lässt.

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