Unsichtbare Kräfte zum Anfassen im Magnetmuseum Aplerbeck

rnMagnetmuseum Aplerbeck

In Aplerbeck gibt es eine Ausstellung, in der man als Besucher unsichtbare Kräfte bestaunen kann – das Magnetmuseum der Magnetfabrik Tridelta.

von Rüdiger Barz

Aplerbeck

, 15.04.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einen Magneten kennt sicherlich jeder und hat ihn möglicherweise auch schon in der Hand gehabt. Doch ihre unzähligen Formen und ihre Geschichte kennt kaum jemand. Das Magnetmuseum in Aplerbeck klärt auf.

Magnete sind nahezu in jedem Elektrogerät zu finden, weiß der einstige Werkstattleiter Hans Beuth zu berichten. Ob in Modelleisenbahnen, in einer elektrischen Zahnbürste oder in Halte- und Transportsystemen. Aber auch in unseren Smartphones finden sie als Dauermagnet ihren Einsatz.

Erstes deutsches Magnetmuseum in Dortmund

Das heutige Unternehmen Tridelta Magnetsysteme GmbH wurde 1920 als Teil des Hüttenwerkes „Dortmunder Union“ gegründet. 1999, mit Wiedereröffnung 2013, wurde auf ihrem Werksgelände das erste deutsche Magnetmuseum eingerichtet. Die Dortmunder Firma ist bekannt für die Produktion von Dauermagneten in verschiedenen Anwendungsbereichen.

Im einstigen Verwaltungsgebäude sind die Bauteile der Magnete für die Besucher zugänglich. Hinzukommen diverse Prüfgeräte und Anschauungsobjekte aus Industrie und Privatanwendung. Das Wissen um die unsichtbaren Kräfte vermittelt Hans Beuth mit seinem Kollegen Günter Räbber.

Kuhmagnet soll Kühe vor Verletzungen schützen

„Die ersten Magneten wurden aus Eisen hergestellt“, erzählt Beuth, der als Techniker und auch im Vertrieb des Unternehmens tätig war. „Zugeliefert wurden sie einst von den Stahlwerken“. In der modernen Produktion von heute setzt man verschiedene Metall-Pulversorten ein. Diese werden gepresst oder gesintert und abschließend magnetisiert. Um die „Kraft“ eines Dauermagneten zu optimieren, gibt es sogenannte Magnetisiergeräte.

Die fertigen Magnete gibt es in unterschiedlichen Formen und Größen. Sie haben einzigartige Namen wie Taubenring, Hämmerchen, Schmetterling oder Kuhmagnet. Letzterer wird einer Kuh in den ersten Magen eingesetzt, erklärt Beuth. Er soll Metallteile, welche die Kuh auf der Wiese mitfrisst, festhalten und so vor Verletzungen schützen.

Magnetismus hat eine große Rolle im Leben

Wenn man als Besucher das erste Mal die Räume betritt, ist es fast unvorstellbar, welche Rolle Magnete im alltäglichen Leben spielen. Erst hier in den ehemaligen Verwaltungsräumen wird einem bewusst, was alles mit Magnetismus zu tun hat. Ob in modernen oder historischen Gegenständen – überall braucht es die mit unsichtbaren Kräften arbeitenden Bauteile.

Wer mehr über Magnete lernen möchte, kann dies im Magnetmuseum in Aplerbeck wahr werden lassen. Die Ausstellung ist dienstags von 11 bis 15 Uhr geöffnet und donnerstags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. Gruppen ab 10 Personen sollten sich vorher anmelden. Unter Tel. 4501271 oder per E-Mail an museum@tridelta.de

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