Unwetter im Süden, Schauer in der City: Woher kommt dieser Unterschied?

rnStarkregen und Hagel

Es hat am Dienstag (11.8.) geschüttet und gekracht in Dortmund – aber hauptsächlich im Süden der Stadt. Die Innenstadt blieb beinahe trocken. Ein Wetterexperte hat eine Erklärung dafür.

Dortmund

, 12.08.2020, 18:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein starkes Unwetter ist am Dienstagnachmittag (11.8.) über den Dortmunder Süden gezogen. Besonders betroffen waren die Stadtteile Hörde und Hombruch.

Während dort Keller vollgelaufen sind und Bäume auf Autos krachten, hat es etwa fünf Kilometer weiter nördlich in der Innenstadt „nur“ geregnet. Wie kommt es zu diesen lokalen Unterschieden?

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Der Hobby-Meteorologe Burkhard Dreischer sagt auf unsere Anfrage: „Das liegt an der extrem starken Schwüle im Moment.“ Die hohe Feuchtigkeit in der Luft sei der Auslöser für die vermehrten lokalen Hitzegewitter.

So ein Hitzegewitter bilde sich auf engem Raum – häufig in einem Umkreis von nur zwei bis drei Kilometern.

„Hitzegewitter bilden sich vor Ort und kommen nicht angezogen wie andere Unwetterfronten“, erklärt Dreischer, der seit 1966 die Wetterdaten für Dortmund misst.

Nur Dortmunder Süden von lokalem Hitzegewitter betroffen

Dass am Dienstag ausgerechnet der Dortmunder Süden betroffen war, habe jedoch nichts zu sagen. „Das Unwetter hätte auch in der Innenstadt hängen bleiben können“, meint Burkhard Dreischer.

Die schwüle Luft sorge nicht nur für Gewitter mit umfallenden Bäumen und überlaufenden Kellern, sondern sei laut dem Wetterexperten auch extrem belastend für den Kreislauf. „Da hilft nur viel trinken. Und am besten lauwarm.“

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Der Deutsche Wetterdienst warnte am Dienstag (11.8.) vor starkem Gewitter am Nachmittag in Dortmund. Für Teile des Dortmunder Südens kam es dick. Von Daniel Reiners

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