Uringestank und Drogen: Gibt es eine Lösung für das Problem-Parkhaus am Phoenix-See?

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Autos parken dort kaum noch. Das ehemalige Fina-Parkhaus an der Faßstraße steht leer. Eigentlich eine tolle Lage, doch das Gebäude ist total vergammelt. Jetzt soll sich etwas ändern.

Hörde

, 17.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Pläne sind schon einige Jahre alt, fast Jahrzehnte. Mit der Neugestaltung der Hörder City, dem Phoenix-See und des Umfeldes an der Faßstraße sollte auch das alte Fina Parkhaus modernisiert werden. Nur hat sich bis heute nichts getan, zumindest nicht im positiven Sinne. Die Immobilie ist völlig verwahrlost. Einige wenige Autos haben hier noch einen Stellplatz. Es sind Mitarbeiter von Firmen aus der Umgebung.

Eine Tafel aus Zeiten, als die „Parkhauswelt" noch in Ordnung war.

Eine Tafel aus Zeiten, als die „Parkhauswelt" noch in Ordnung war. © Jörg Bauerfeld

Im Eingang zum Treppenhaus hängt noch das Schild „Herzlich willkommen im Stiftsforum“. Das ist genauso zerbröselt wie das Forum mittlerweile selbst. Publikumsverkehr gibt es in dem fast verlassenen Parkhaus kaum noch.

Zeichen von Drogenkonsum

Wer möchte auch freiwillig ein Gebäude betreten, in dem es nach Urin stinkt und im Treppenhaus haufenweise angekokelte Alufolienfetzen davon zeugen, dass es sich vermutlich um den Hörder Drogenkonsumort Nummer Eins handelt?

Ein Ticket hat hier schon lange niemand mehr gezogen.

Ein Ticket hat hier schon lange niemand mehr gezogen. © Jörg Bauerfeld

Aber es scheint sich endlich etwas zu tun. Die Immobilie hat ihren Besitzer gewechselt. War das Gebäude lange im Besitz der Pink-Invest-Gruppe, die neben dem Hörder Bahnhof auch den Media-Markt gebaut hat, ist es jetzt in den Besitz der DIAG Verwaltungsgesellschaft mbH gewechselt.

Noch keinen genauen Zeitplan

Von dort war zwar noch nicht viel zu erfahren, aber einige Neuigkeiten können schon vermeldet werden. So soll das Gebäude auf keinen Fall abgerissen werden, wie schon vielerorts spekuliert wurde. Im Gegenteil: das Parkhaus soll saniert und auf den neuesten Stand gebracht werden. Einen genauen Zeitplan gibt es jedoch noch nicht.

Jede Menge freie Parkplätze im alten Parkhaus.

Jede Menge freie Parkplätze im alten Parkhaus. © Jörg Bauerfeld

Die „Sanierungsgeschichte“ des Parkhauses ist lang. So war schon 2010 im Architektenforum zu lesen, dass das damals schon grausame „Parkhaus Faßstraße“ gegenüber der Hörder Burg abgerissen werden sollte.

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Das änderte sich nur ein Jahr später, als Martin Steinfort (Pink Invest) verkündete, dass das Gebäude saniert werden sollte. Mit neuer Fassade, Parkmöglichkeiten und Geschäften im Erdgeschoss. Darauf warteten die Hörder aber vergeblich.

Das Treppenhaus - einfach nur eklig.

Das Treppenhaus - einfach nur eklig. © Jörg Bauerfeld

Das letzte bisschen Leben verschwand 2018

Auch die nächste Ankündigung von Pink Invest verlief im Sande. 2018 hieß es, dass man die Umgestaltung des Parkhauses an der Faßstraße zeitgleich mit dem Elektronikmarkt-Projekt angehen werde. Der Elektronikmarkt steht, das Parkhaus vergammelt.

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Das letzte bisschen Leben verschwand ebenfalls 2018 aus dem Gebäude. Der Kiosk im Erdgeschoss wurde geschlossen und auch Taxi-Schepers, der dort seine Filiale hatte, zog aus.

Ein Parkhaus in bester Lage. Ein neuer Besitzer will es jetzt sanieren.

Ein Parkhaus in bester Lage. Ein neuer Besitzer will es jetzt sanieren. © Jörg Bauerfeld

Im vergangenen Jahr gab es dann noch einmal mehrere Nachfragen unserer Redaktion zur weiteren Entwicklung des Parkhausprojektes - ohne konkrete Antworten. Jetzt soll es also einen neuen Versuch geben, das ehemalige Stiftsforum-Parkhaus wieder herzurichten.

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